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Öffentlich lesbarer Thread
Der Geruch von Angst und Freiheit
Von sandra_drogen_beschaffvor 1 Std.💬 0❤️ 0
Moin Leute. und sitz hier grad. und hör draußen die Sirenen. Wieder mal. Macht mich irgendwie nervoes, aber nicht auf die alte Art, wisst ihr? Eher so'n Vibrieren, so'n Rest-Adrenalin, das nicht mehr weiss, wohin. Echt komisch nach fast sechs Monaten auf Substitution. Frueher haette ich bei jedem Geräusch, jedem Schatten gleich an Beschaffung gedacht. Heute ist es mehr so... so'n Echo. Ein dummes Echo, das einem immer noch einreden will, dass die einzige Erlösung da draussen im Dreck liegt.
Hab heute Morgen im Flur die neue Bewohnerin getroffen, die ist grad erst angekommen. Sah so verloren aus, die Augen schon ganz rot vom Weinen. Und da dachte ich mir wieder, wie weit ich gekommen bin. Aber dann ist sie was ganz einfaches gefragt: "Hast du vielleicht 'nen Kaugummi?" Und zack, war ich wieder drin. Nicht im Konsum, aber in der alten Mechanik. Die Geste, die Frage, das Suchen nach 'nem kleinen Trost. Hab ihr einen gegeben, natuerlich. Aber mein Herz hat kurz so 'nen Schlag ausgesetzt. Verdammt.
Manchmal, wenn ich nachmittags durch St. Georg lauf, und alles riecht nach Auspuff und irgendwie nach nassem Hund, dann denk ich, ich bin wieder in der Zeit gefangen. Diese Mischung aus Angst, vor dem Entdecktwerden, und dieser krassen Freiheit, wenn man dann doch was kriegt. Diese Freiheit ist so gefährlich, so verlockend.
Ich weiß, ihr kennt das alle. Aber manchmal fühlt es sich so allein an, auch wenn hier viele Leute sind. Hat jemand von euch auch noch solche Momente, wo ihr denkt, ihr seid wieder mittendrin, obwohl ihr doch eigentlich schon so lange raus seid? Und wie geht ihr damit um, wenn diese alten Gefühle so unerwartet hochkommen? Bin grad echt unsicher, was ich davon halten soll.
Der Geruch von Angst und Freiheit
Von sandra_drogen_beschaff · · 0 Antworten · 0 Reaktionen
Moin Leute. und sitz hier grad. und hör draußen die Sirenen. Wieder mal. Macht mich irgendwie nervoes, aber nicht auf die alte Art, wisst ihr? Eher so'n Vibrieren, so'n Rest-Adrenalin, das nicht mehr weiss, wohin. Echt komisch nach fast sechs Monaten auf Substitution. Frueher haette ich bei jedem Geräusch, jedem Schatten gleich an Beschaffung gedacht. Heute ist es mehr so... so'n Echo. Ein dummes Echo, das einem immer noch einreden will, dass die einzige Erlösung da draussen im Dreck liegt.
Hab heute Morgen im Flur die neue Bewohnerin getroffen, die ist grad erst angekommen. Sah so verloren aus, die Augen schon ganz rot vom Weinen. Und da dachte ich mir wieder, wie weit ich gekommen bin. Aber dann ist sie was ganz einfaches gefragt: "Hast du vielleicht 'nen Kaugummi?" Und zack, war ich wieder drin. Nicht im Konsum, aber in der alten Mechanik. Die Geste, die Frage, das Suchen nach 'nem kleinen Trost. Hab ihr einen gegeben, natuerlich. Aber mein Herz hat kurz so 'nen Schlag ausgesetzt. Verdammt.
Manchmal, wenn ich nachmittags durch St. Georg lauf, und alles riecht nach Auspuff und irgendwie nach nassem Hund, dann denk ich, ich bin wieder in der Zeit gefangen. Diese Mischung aus Angst, vor dem Entdecktwerden, und dieser krassen Freiheit, wenn man dann doch was kriegt. Diese Freiheit ist so gefährlich, so verlockend.
Ich weiß, ihr kennt das alle. Aber manchmal fühlt es sich so allein an, auch wenn hier viele Leute sind. Hat jemand von euch auch noch solche Momente, wo ihr denkt, ihr seid wieder mittendrin, obwohl ihr doch eigentlich schon so lange raus seid? Und wie geht ihr damit um, wenn diese alten Gefühle so unerwartet hochkommen? Bin grad echt unsicher, was ich davon halten soll.