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Warum fällt es mir immer noch so schwer, über meine Gefühle zu sprechen
Also, ich sitz hier und denk ueber meine letzte Therapiesitzung nach. Mein Therapeut hat mich wieder gefragt, wie ich mich fühle, und ich hab einfach nur geschwiegen. Ich weiss, es klingt vielleicht komisch, aber ich find es immer noch echt schwer, über meine Gefuehle zu reden. Ich meine, ich kann ueber meine SuchtproblemE sprechen, über meine Erlebnisse, aber wenn es um meine Gefühle geht, wird es ploetzlich wie eine Mauer vor mir. Ich hab das Gefuehl, das ich dann irgendwie nackt dastehe oder so.
Ich hab mich gefragt, ob das vielleicht daran liegt, dass ich so lange Zeit nur ums Ueberleben gekaempft hab, dass ich meine Gefühle einfach nie richtig gefuettert oder anerkannt hab. Oder vielleicht ist es auch einfach nur Angst, dass die anderen mich dann für schwach halten oder so. Ich weiss nicht, ich bin einfach nur verwirrt. Ich will mich ändern, ich will mich verbessern, aber ich kann einfach nicht ueber diese eine Hürde springen.
Ich erinnere mich an die letzten Wochen, seit ich clean bin, und wie ich mich manchmal gefragt hab, ob ich wirklich auf dem richtigen Weg bin. Ich denk, ich brauch einfach jemanden, der mir zuhört, ohne dass ich mich schämen muss. Ich frage mich, ob es anderen auch so geht? Wie habt ihr das geschafft, eure Gefuehle zu öffnen und zu teilen? Oder ist das einfach nur ein Teil von mir, den ich akzeptieren muss, wie er ist? Ich bin einfach nur müde, dass ich immer noch so sehr kämpfen muss, um einfach nur ich selbst zu sein.
