Öffentlich lesbarer Thread
Die Drogenpolitik und wir als Angehörige
muss das hier grad loswerden.
Ich sitz hier grad am Fenster, es ist Freitag und draußen wird's langsam hell. Eigentlich sollte ich mich auf das Wochenende freuen, aber irgendwie ist da immer diese leichte Anspannung. Weil, man weiß ja nie, ne? Letztens hab ich irgendwo gelesen, das die da im Bundestag über neue Regelungen für Drogen reden. Aber ich frag mich halt, wen das wirklich interessiert, außer die Leute, die direkt betroffen sind?
Ich mein, für mich ist das alles so weit weg und gleichzeitig so nah. Meine Mom... naja, sie trinkt. Aber ich denk halt oft drüber nach, wie das ist, wenn man mal was anderes nimmt. Wird man dann gleich als schlechter Mensch abgestempelt? Oder ist das nur, weil die Gesellschaft uns das so eingetrichtert hat? Ich hab das Gefühl, die reden immer nur über die Süchtigen selbst, aber was ist mit uns? Denen, die daneben stehen und jeden Tag aufs Neue gucken müssen, wie sie damit klarkommen?
Ich hab echt viel über meine Mutter nachgedacht, gerade in letzter Zeit wieder, seit sie mal wieder durchgedreht ist. Aber wenn die über Drogenpolitik reden, dann geht's immer nur um Zahlen und Statistiken. Kein Wort davon, wie das für Familien ist, wenn einer von uns irgendwie "falsch abbiegt". Oder wie es ist, wenn man als Kind aufwachsen muss und nie wirklich Kind sein konnte, weil man sich immer kümmern musste. Ist das dann auch irgendwie Teil von der "Drogenpolitik"?
Ich weiß, das ist jetzt vielleicht ein bisschen durcheinander. Aber mich beschäftigt das echt. Wir sind ja auch Teil von dieser Gesellschaft, oder? Und wir leiden mit. Warum wird darüber nicht mehr gesprochen? Haben wir als Angehörige kein Mitspracherecht, wenn es um Entscheidungen geht, die unser Leben so krass beeinflussen? Echt keine Ahnung, wie das laufen soll.
