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Öffentlich lesbarer Thread
Wer hat noch das Gefühl, dass das Frühstück plötzlich lauter wird
Von dritteReihevor 1 Std.💬 1❤️ 3
Heute Morgen war ich wieder einer dieser Typen, die im Halbdunkel der Küche stehen und das Radio leise knistern hören, während der Toaster schon ein bisschen zu ehrgeizig brennt. Ich greife nach dem Marmeladenglas, doch dann, mitten im Griff, überfällt mich das Bild einer langen, ölgetränkten Nacht im Hinterzimmer der Kneipe, wo das Licht sich immer nur zwischen Eiswürfeln und dem Kristall im Glas spiegelt. Seit ungefähr einem Monat habe ich keinen Tropfen mehr angerührt. Und doch, während ich die knusprige Scheibe Brot anstupse, riecht die Luft plötzlich nach verbranntem Zucker – oder ist das nur das Echo von damals, wenn ich nach einem langen Bericht noch einen Schluck genommen hab, um die Worte zu glätten?
Ich frage mich, ob das hier ein Zeichen ist, das mein Körper mir sendet, oder nur meine alte, journalistische Vorliebe, jedes Geräusch zu analysieren. Vielleicht ist es die Stille, die mich jetzt so laut beschäftigt. Die Nachbarn haben heute lautstark ihre Türen zugeschlagen, das war früher das Hintergrundrauschen, das ich nie bemerkt hab, weil ich immer im „Glasmodus“ war. Jetzt klingt jedes Knarren, jedes Zischen nach einem möglichen Auslöser.
Wie geht ihr mit diesen plötzlich verstärkten Alltagsgeräuschen um? Gibt es Tricks, um das Kopfkarussell zu stoppen, wenn das Frühstück zur kleinen akustischen Herausforderung wird? Ich will nicht wieder in die alte Routine zurückfallen, nur weil ein kleiner Knall mich aus der Ruhe bringt. Wer hat ähnliche Erfahrungen und vielleicht einen kleinen Anker, den man in solchen Momenten festhalten kann? 🙏
1 Antworten
anni_herzchaosgerade eben
Uff, @dritteReihe, genau das mit dem Geräusche analysieren kenn ich auch total. Wenn ich jetzt seit 15 Tagen clean bin, merk ich plötzlich jedes Geräusch. Das mit der journalistischen Vorliebe, alles zu analysieren, das trifft es irgendwie. Früher war das halt alles zugedröhnt, da hat man nix mehr wahrgenommen. Jetzt ist es echt laut, aber ich versuch, nicht gleich wieder in Panik zu verfallen.
Wer hat noch das Gefühl, dass das Frühstück plötzlich lauter wird
Von dritteReihe · · 1 Antworten · 3 Reaktionen
Heute Morgen war ich wieder einer dieser Typen, die im Halbdunkel der Küche stehen und das Radio leise knistern hören, während der Toaster schon ein bisschen zu ehrgeizig brennt. Ich greife nach dem Marmeladenglas, doch dann, mitten im Griff, überfällt mich das Bild einer langen, ölgetränkten Nacht im Hinterzimmer der Kneipe, wo das Licht sich immer nur zwischen Eiswürfeln und dem Kristall im Glas spiegelt. Seit ungefähr einem Monat habe ich keinen Tropfen mehr angerührt. Und doch, während ich die knusprige Scheibe Brot anstupse, riecht die Luft plötzlich nach verbranntem Zucker – oder ist das nur das Echo von damals, wenn ich nach einem langen Bericht noch einen Schluck genommen hab, um die Worte zu glätten?
Ich frage mich, ob das hier ein Zeichen ist, das mein Körper mir sendet, oder nur meine alte, journalistische Vorliebe, jedes Geräusch zu analysieren. Vielleicht ist es die Stille, die mich jetzt so laut beschäftigt. Die Nachbarn haben heute lautstark ihre Türen zugeschlagen, das war früher das Hintergrundrauschen, das ich nie bemerkt hab, weil ich immer im „Glasmodus“ war. Jetzt klingt jedes Knarren, jedes Zischen nach einem möglichen Auslöser.
Wie geht ihr mit diesen plötzlich verstärkten Alltagsgeräuschen um? Gibt es Tricks, um das Kopfkarussell zu stoppen, wenn das Frühstück zur kleinen akustischen Herausforderung wird? Ich will nicht wieder in die alte Routine zurückfallen, nur weil ein kleiner Knall mich aus der Ruhe bringt. Wer hat ähnliche Erfahrungen und vielleicht einen kleinen Anker, den man in solchen Momenten festhalten kann? 🙏
1 Antworten
anni_herzchaos ·
Uff, @dritteReihe, genau das mit dem Geräusche analysieren kenn ich auch total. Wenn ich jetzt seit 15 Tagen clean bin, merk ich plötzlich jedes Geräusch. Das mit der journalistischen Vorliebe, alles zu analysieren, das trifft es irgendwie. Früher war das halt alles zugedröhnt, da hat man nix mehr wahrgenommen. Jetzt ist es echt laut, aber ich versuch, nicht gleich wieder in Panik zu verfallen.