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Wie soll ich ne Grenze ziehen, wenn er wieder nach 'ner Kleinigkeit fragt
Von fuenfuhrmorgens25.07.2026💬 3❤️ 0
ganz ehrlich, Also ich sitz gerade wieder auf meinem kleinen Balkon über’m Hafen, die Lichter glitzern und es ist ein richtig gemütlicher Samstagnachmittag. Mein bester Kumpel aus der Grundschule, den ich seit ewig kenne, ist seit Monaten im Kokain-Dschungel und ich hab ihn neulich beim Dealer erwischt – wie ich letztens erzählt habe, war das ein richtiger Schock. Jetzt sitzt er wieder bei mir rum und fragt, ob ich ihm "ne Kleinigkeit" besorgen kann. Ich hab ihm klar gesagt, dass ich das nicht mehr mache, aber er macht immer wieder so ne Art von Schuld‑Geste, als wär ich schuld, dass er das nicht schafft. Ich will nicht sein persönlicher Bodyguard, aber ich will auch nicht einfach den Kontakt abbrechen, weil wir uns schon seit Kindertagen kennen und ich hab das Gefühl, dass ich irgendwie Verantwortung trage.
Ich hab überlegt, ob ich die Familie einbeziehen soll, weil ich nicht weiß, ob er das allein schafft, aber ich will die Familie nicht unnötig belasten, und ich habe echt keine Erfahrung, wie man mit sowas umgeht. Und ich frage mich, wie ich das Wort "Grenze" wirklich leben kann, ohne mich schuldig zu fühlen. Soll ich einfach sagen, dass ich nichts mehr für ihn tun kann, und dann das Gespräch beenden? Oder gibt's vielleicht nen Mittelweg, wo ich ihm trotzdem irgendwie helfen kann, ohne dass ich wieder in die Dealer‑Sache reinrutsche? Ich hab das Gefühl, ich drehe mich im Kreis und weiß nicht, ob ich mich selbst noch retten kann, wenn ich immer wieder nachgibe. Ich würde mich echt freuen, wenn jemand nen konkreten Tipp hat, wie man das klar und trotzdem freundlich rüberbringt, ohne dass man das ganze Freundschafts‑Band zerreißt. 🙏
3 Antworten
jule_perfection26.07.2026
@fuenfuhrmorgens, genau das mit der Familie einbeziehen und gleichzeitig nicht belasten, kenn ich auch, ich hab aehnliche Erfahrungen mit meiner eigenen Familie gemacht, als ich clean wurde. Ich denke, es ist wichtig, dass du dir ueberlegst, wie du dir selbst helfen kannst, bevor du anderen hilfst, sonst kann das Ganze leicht aus dem Ruder laufen. Ich frage mich, ob es nicht besser wäre, wenn du ihm sagt, dass du ihm zwar nicht mehr beim Dealen helfen kannst, aber dass du ihm bei anderen Dingen zur Seite stehst, wie zum Beispiel bei der Suche nach Therapie oder Selbsthilfegruppen.
fuenfuhrmorgens26.07.2026
schreib vom handy, sry für tippfehler
Also ich steh voll auf dem Drahtseil, weil ich nicht weiß, ob ich die Familie einbeziehen soll – ich will ja nicht, das sie unnötig belastet werden, aber gleichzeitig hab ich das Gefühl, dass er das allein nicht schafft. Wie @jule_perfection schon sagte, ist es wichtig, erst mal für sich selber klarzukommen, sonst geht das alles im Kreis weiter. Ich hab versucht, ihm zu sagen, dass ich nicht mehr beim Dealen helfe, aber dass ich gern beim Arzt‑Termin oder bei der Suche nach ner Gruppe unterstütze. Das hat er zwar erst mal abgewunken, aber ich merk, dass ich mich selbst nicht mehr so schnell aufopfern kann, sonst verlier ich den Halt. Vielleicht ein kurzer Talk mit den Eltern, aber nur um zu sagen, was ich brauch, und nicht gleich den ganzen Sorgestoff zu verte... mehr krieg ich grad nicht sortiert.
jule_perfection26.07.2026
Das mit der Familie einbeziehen klingt echt zwicckig – du willst sie ja nicht unnoetig belasten, aber gleichzeitig hast du das Gefuehl, er schafft das allein nicht. Ich hab vor ein paar Wochen selbst versucht, meine Eltern kurz zu informieren, weil ich nicht mehr staendig der „Dealer‑Ansprechpartner“ sein wollte. Das hat dann eher das Schuld‑Gefuehl verstaerkt, weil ich nicht wusste, wie viel ich preisgeben soll. Vielleicht hilft es, einfach zu sagen, dass du ihm bei konkreten Schritten (Termin ausmachen, Info‑Blätter) zur Seite stehst, aber das „Kleinigkeit‑Besorgen“ jetzt definitiv raus ist. Wie geht’s dir damit, wenn du das klar und freundlich rueberbringst? 😊
Wie soll ich ne Grenze ziehen, wenn er wieder nach 'ner Kleinigkeit fragt
Von fuenfuhrmorgens · · 3 Antworten · 0 Reaktionen
ganz ehrlich, Also ich sitz gerade wieder auf meinem kleinen Balkon über’m Hafen, die Lichter glitzern und es ist ein richtig gemütlicher Samstagnachmittag. Mein bester Kumpel aus der Grundschule, den ich seit ewig kenne, ist seit Monaten im Kokain-Dschungel und ich hab ihn neulich beim Dealer erwischt – wie ich letztens erzählt habe, war das ein richtiger Schock. Jetzt sitzt er wieder bei mir rum und fragt, ob ich ihm "ne Kleinigkeit" besorgen kann. Ich hab ihm klar gesagt, dass ich das nicht mehr mache, aber er macht immer wieder so ne Art von Schuld‑Geste, als wär ich schuld, dass er das nicht schafft. Ich will nicht sein persönlicher Bodyguard, aber ich will auch nicht einfach den Kontakt abbrechen, weil wir uns schon seit Kindertagen kennen und ich hab das Gefühl, dass ich irgendwie Verantwortung trage.
Ich hab überlegt, ob ich die Familie einbeziehen soll, weil ich nicht weiß, ob er das allein schafft, aber ich will die Familie nicht unnötig belasten, und ich habe echt keine Erfahrung, wie man mit sowas umgeht. Und ich frage mich, wie ich das Wort "Grenze" wirklich leben kann, ohne mich schuldig zu fühlen. Soll ich einfach sagen, dass ich nichts mehr für ihn tun kann, und dann das Gespräch beenden? Oder gibt's vielleicht nen Mittelweg, wo ich ihm trotzdem irgendwie helfen kann, ohne dass ich wieder in die Dealer‑Sache reinrutsche? Ich hab das Gefühl, ich drehe mich im Kreis und weiß nicht, ob ich mich selbst noch retten kann, wenn ich immer wieder nachgibe. Ich würde mich echt freuen, wenn jemand nen konkreten Tipp hat, wie man das klar und trotzdem freundlich rüberbringt, ohne dass man das ganze Freundschafts‑Band zerreißt. 🙏
3 Antworten
jule_perfection ·
@fuenfuhrmorgens, genau das mit der Familie einbeziehen und gleichzeitig nicht belasten, kenn ich auch, ich hab aehnliche Erfahrungen mit meiner eigenen Familie gemacht, als ich clean wurde. Ich denke, es ist wichtig, dass du dir ueberlegst, wie du dir selbst helfen kannst, bevor du anderen hilfst, sonst kann das Ganze leicht aus dem Ruder laufen. Ich frage mich, ob es nicht besser wäre, wenn du ihm sagt, dass du ihm zwar nicht mehr beim Dealen helfen kannst, aber dass du ihm bei anderen Dingen zur Seite stehst, wie zum Beispiel bei der Suche nach Therapie oder Selbsthilfegruppen.
fuenfuhrmorgens ·
schreib vom handy, sry für tippfehler
Also ich steh voll auf dem Drahtseil, weil ich nicht weiß, ob ich die Familie einbeziehen soll – ich will ja nicht, das sie unnötig belastet werden, aber gleichzeitig hab ich das Gefühl, dass er das allein nicht schafft. Wie @jule_perfection schon sagte, ist es wichtig, erst mal für sich selber klarzukommen, sonst geht das alles im Kreis weiter. Ich hab versucht, ihm zu sagen, dass ich nicht mehr beim Dealen helfe, aber dass ich gern beim Arzt‑Termin oder bei der Suche nach ner Gruppe unterstütze. Das hat er zwar erst mal abgewunken, aber ich merk, dass ich mich selbst nicht mehr so schnell aufopfern kann, sonst verlier ich den Halt. Vielleicht ein kurzer Talk mit den Eltern, aber nur um zu sagen, was ich brauch, und nicht gleich den ganzen Sorgestoff zu verte... mehr krieg ich grad nicht sortiert.
jule_perfection ·
Das mit der Familie einbeziehen klingt echt zwicckig – du willst sie ja nicht unnoetig belasten, aber gleichzeitig hast du das Gefuehl, er schafft das allein nicht. Ich hab vor ein paar Wochen selbst versucht, meine Eltern kurz zu informieren, weil ich nicht mehr staendig der „Dealer‑Ansprechpartner“ sein wollte. Das hat dann eher das Schuld‑Gefuehl verstaerkt, weil ich nicht wusste, wie viel ich preisgeben soll. Vielleicht hilft es, einfach zu sagen, dass du ihm bei konkreten Schritten (Termin ausmachen, Info‑Blätter) zur Seite stehst, aber das „Kleinigkeit‑Besorgen“ jetzt definitiv raus ist. Wie geht’s dir damit, wenn du das klar und freundlich rueberbringst? 😊
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