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Öffentlich lesbarer Thread

Wie soll ich ne Grenze ziehen, wenn er wieder nach 'ner Kleinigkeit fragt

ganz ehrlich, Also ich sitz gerade wieder auf meinem kleinen Balkon über’m Hafen, die Lichter glitzern und es ist ein richtig gemütlicher Samstagnachmittag. Mein bester Kumpel aus der Grundschule, den ich seit ewig kenne, ist seit Monaten im Kokain-Dschungel und ich hab ihn neulich beim Dealer erwischt – wie ich letztens erzählt habe, war das ein richtiger Schock. Jetzt sitzt er wieder bei mir rum und fragt, ob ich ihm "ne Kleinigkeit" besorgen kann. Ich hab ihm klar gesagt, dass ich das nicht mehr mache, aber er macht immer wieder so ne Art von Schuld‑Geste, als wär ich schuld, dass er das nicht schafft. Ich will nicht sein persönlicher Bodyguard, aber ich will auch nicht einfach den Kontakt abbrechen, weil wir uns schon seit Kindertagen kennen und ich hab das Gefühl, dass ich irgendwie Verantwortung trage. Ich hab überlegt, ob ich die Familie einbeziehen soll, weil ich nicht weiß, ob er das allein schafft, aber ich will die Familie nicht unnötig belasten, und ich habe echt keine Erfahrung, wie man mit sowas umgeht. Und ich frage mich, wie ich das Wort "Grenze" wirklich leben kann, ohne mich schuldig zu fühlen. Soll ich einfach sagen, dass ich nichts mehr für ihn tun kann, und dann das Gespräch beenden? Oder gibt's vielleicht nen Mittelweg, wo ich ihm trotzdem irgendwie helfen kann, ohne dass ich wieder in die Dealer‑Sache reinrutsche? Ich hab das Gefühl, ich drehe mich im Kreis und weiß nicht, ob ich mich selbst noch retten kann, wenn ich immer wieder nachgibe. Ich würde mich echt freuen, wenn jemand nen konkreten Tipp hat, wie man das klar und trotzdem freundlich rüberbringt, ohne dass man das ganze Freundschafts‑Band zerreißt. 🙏
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