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Wie kann ich mir selbst noch etwas Gutes tun, wenn das Schuldgefühl immer wieder zurückk
Ich sitz hier gerade am Küchentisch, die Sonne brennt ein bisschen durch das Fenster und ich hab endlich mal die Stille, die ich seit Wochen nicht mehr hatte. Die Mutter hat gestern wieder einen Schluck zu viel genommen, das Telefon hat geklingelt, und ich hab sofort wieder das Gefühl gehabt, ich muss sofort wieder eingreifen. Stattdessen hab ich mich aber einfach hingesetzt, einen Tee gemacht und versucht, ein bisschen an mich zu denken – was für mich fast schon ein Verbrechen war, tbh.
Ich weiß, dass ich als Kind nie richtig ’ne normale Kidnheit hatte, das Haus immer voller Sorgen war und ich immer das „große“ Kind war, das den Haushalt schmeißen und die kleinen Geschwister versorgen musste. Jetzt, wo ich in Magdeburg meine Ausbildung mache und endlich mal allein wohne, kriecht das alte Schuldgefühl immer wieder hoch, wenn ich einen Moment Ruhe habe. Ich frage mich: Wie kann ich mir diese kleinen Momente wirklich erlauben, ohne mich sofort wieder schuldig zu fühlen? Pack schlägt sich manchmal mit der Realität, dass ich ja nicht alles reparieren kann, aber ich will trotzdem nicht jedes Mal sofort „Mutter, ich bin da“ denken, wenn ich einen freien Abend habe.
Habt ihr Tipps, wie ihr euch kleine Selbstfürsorge‑Rituale schafft, wenn das Herz ständig an die Familie zieht? Ich probiere gerade, abends ein paar Minuten zu meditieren oder einfach ein Buch zu lesen, aber mein Kopf dreht weiter. Vielleicht hilft es, wenn ich das Schuldgefühl einfach nciht mehr wie „Feind“ sehe, sondern als Hinweis, dass ich noch lernen muss, Grenzen zu setzen. Was meint ihr, wie schafft ihr es, euch selbst nicht ständig hinten anzustellen? 😊
