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Öffentlich lesbarer Thread
Wenn die Kraft am Ende ist, wer ist dann für mich da
Von leise_im_raumvor 8 Min.💬 0❤️ 0
Ach ihr Lieben, ich sitz hier wieder mal, es ist schon Mittag und die Sonne scheint, aber mir ist irgendwie gar nicht nach draußen. Ich hab heut Nacht kaum ein Auge zugetan. Lisa war wieder mal bis spät weg, und als sie dann endlich kam, hat sie gleich angefangen, rumzuschreien, weil sie ihren Schlüssel nicht finden konnte. Die Kinder, die Kleine Mia mit ihren zwölf Jahren und dann noch der kleine Jonas, acht, die saßen im Wohnzimmer und haben sich nur angeguckt. Ich hab sie dann ins Bett gebracht, aber da waren sie schon wieder wach. Naja, ich weiß nicht, wie lange ich sie hab trösten können.
Ich liebe meine Enkel über alles, das ist keine Frage. Und ich tu alles, was ich kann, damit sie wenigstens ein bisschen Normalität haben, während ihre Mama... naja, ihr wisst schon. Aber manchmal, da frage ich mich echt, ob ich das noch lange schaffe. Mit fast 70 Jahren, jeden Tag diese Sorge, dieses Aufpassen, und dann noch die Erziehung der beiden. Ich hab bei meiner eigenen Tochter doch sicher auch was falsch gemacht, oder? Sonst wäre sie doch nicht so geworden. Dieses schlechte Gewissen, das frisst mich manchmal auf.
Und dann ist da noch diese Leere. Wenn die Kinder endlich schlafen und Lisa sich verkrochen hat, dann sitz ich hier und weiß nicht, wohin mit mir. Alles dreht sich um die Sucht, um die Kinder, um die nächste Krise. Aber wer kümmert sich denn mal um mich? Ich hab das Gefühl, meine eigenen Bedürfnisse sind total untergegangen. Ich fühle mich oft so allein damit, auch wenn ich hier schreibe. Dieses Gefühl, dass die eigene Kraft aufgebraucht ist und man trotzdem weiter machen muss. Habt ihr das auch manchmal? Wie schafft ihr es, wenigstens ein kleines bisschen an euch zu denken, wenn alles andere so drunter und drüber geht? Bin echt ratlos gerade.
Wenn die Kraft am Ende ist, wer ist dann für mich da
Von leise_im_raum · · 0 Antworten · 0 Reaktionen
Ach ihr Lieben, ich sitz hier wieder mal, es ist schon Mittag und die Sonne scheint, aber mir ist irgendwie gar nicht nach draußen. Ich hab heut Nacht kaum ein Auge zugetan. Lisa war wieder mal bis spät weg, und als sie dann endlich kam, hat sie gleich angefangen, rumzuschreien, weil sie ihren Schlüssel nicht finden konnte. Die Kinder, die Kleine Mia mit ihren zwölf Jahren und dann noch der kleine Jonas, acht, die saßen im Wohnzimmer und haben sich nur angeguckt. Ich hab sie dann ins Bett gebracht, aber da waren sie schon wieder wach. Naja, ich weiß nicht, wie lange ich sie hab trösten können.
Ich liebe meine Enkel über alles, das ist keine Frage. Und ich tu alles, was ich kann, damit sie wenigstens ein bisschen Normalität haben, während ihre Mama... naja, ihr wisst schon. Aber manchmal, da frage ich mich echt, ob ich das noch lange schaffe. Mit fast 70 Jahren, jeden Tag diese Sorge, dieses Aufpassen, und dann noch die Erziehung der beiden. Ich hab bei meiner eigenen Tochter doch sicher auch was falsch gemacht, oder? Sonst wäre sie doch nicht so geworden. Dieses schlechte Gewissen, das frisst mich manchmal auf.
Und dann ist da noch diese Leere. Wenn die Kinder endlich schlafen und Lisa sich verkrochen hat, dann sitz ich hier und weiß nicht, wohin mit mir. Alles dreht sich um die Sucht, um die Kinder, um die nächste Krise. Aber wer kümmert sich denn mal um mich? Ich hab das Gefühl, meine eigenen Bedürfnisse sind total untergegangen. Ich fühle mich oft so allein damit, auch wenn ich hier schreibe. Dieses Gefühl, dass die eigene Kraft aufgebraucht ist und man trotzdem weiter machen muss. Habt ihr das auch manchmal? Wie schafft ihr es, wenigstens ein kleines bisschen an euch zu denken, wenn alles andere so drunter und drüber geht? Bin echt ratlos gerade.