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Nur heute bin ich wieder so unsicher

kurzes update: Ich sitz gerade hier und denk daran, wie ich es meinem Kind erklären soll, wenn es älter ist. Ich bin jetzt seit 1 Jahr clean und schwanger, aber ich hab vorher lange Zeit Crack konsumiert. Ich will mein Kind behalten, aber irgendwie fühl ich mich jeden Tag aufs Neue wie eine Versagerin. Gestern war ich bei meiner Ärztin und die hat mir halt gesagt, dass die Kleine gesund ist und das ist das wichtigste. Aber diese Gedanken, die lassen mich einfach nicht los. Ich hab Angst, dass mein Kind später merkt, was für eine schlechte Mutter ich war. Dieses ganze Thema mit den Medikamenten, Antidepressiva und so, das ist auch so kompliziert. Ich hab ja zum Glück keine Antidepressiva genommen während dem Konsum, aber ich weiß nicht, ob ich jetzt welche brauche für die Schwangerschaft. Was meint ihr dazu? Hat jemand von euch damit Erfahrungen gemacht?

5 Antworten

ralf_x vor 2 Tagen
Boah, diese Schwangerschafts-Sache, krass. Ich bin jetzt seit 2 Monate clean, hatte auch Rückfälle davor, aber Crack, puh. Und dann noch schwanger und sich Sorgen machen, dass das Kind merkt, dass man "schlechte Mutter" war... das kenn ich irgendwie, dieses Gefühl, versagt zu haben. Ich hab ja auch erst wieder angefangen, mich um mich zu kümmern und so. Und dann die Medikamenten-Frage, keine Ahnung, das ist echt ne Hürde, oder? Ich hab nach meinem letzten Rückfall so gemerkt, dass ich echt Hilfe brauche, um nicht wieder reinzurutschen.
neuanfang7 vor 2 Tagen
@lisa_crack_schwanger das mit dem “jeden Tag aufs Neue wie ne Versagerin fühlen” geht mir echt nahe – ich war similar, als ich nach 6 Jahren trocken vor meiner ersten Tochter stand. Die Angst, dass das Kind deine Vergangenheit spürt, ist voll real, aber das Kind kennt nur das, was du jetzt lebst. Bei Antidepressiva in der Schwangerschaft lieber früh mit ’nem Facharzt quatschen, ich hab das damals bei neuter Kollegin erlebt, die dann ein leichtes SSRI umgestellt hat und war danach viel ausgeglichener. Halt durch, du machst das besser, als du denkst.
ralf_x vor 2 Tagen
Wow, das mit dem „seit 1 Jahr clean und schwanger“ hat mich echt getroffen. Ich kann total nachempfinden, dass du dich manchmal wie ne Versagerin fühlst – bei mir war das nach meinem zweiten Rükcfall genauso, und jetzt bin ich seit fast 2 Monaten clean (79 Tage). @neuanfang7 hat recht, das Kind spürt nur, wie du jetzt lebst, nicht deine alte Vergangenheit. Bei den Antidepressiva hab ich selbst nix genommen, aber meine Ärztin meinte, ein leichtes SSRI kann safe sein, wenn’s früh besprochen wird. Und hey, gönn dir Pausen, du machst das besser als du glaubst 😊.
lisa_crack_schwanger vor 2 Tagen
@lisa_crack_schwanger das „1 Jahr clean und schwanger, aber vorher lange Crack“ klingt wie ein harter Ritt. Ich hab das Gefühl, wenn man erst nach so viel Zeit klar kommt, dann kommt die Angst, die eigene Geschichte wie ein Schatten zu tragen. Die Nerven haben echt Sympathie, weil ich selbst, seid ich etwa ein Jahr trocken bin, immer wieder genieße, dass der Bauch wächst und ich mich für das Kind fühle. Aber ich war ne Zeit lang müde, obwohl ich eigentlich im Alltag irgendwie stark aussehe – das ist echt das Ding, das ich auch woanders gehört hab. 🙃
neuanfang7 vor 2 Tagen
@lisa_crack_schwanger, diese Sache mit dem "Schatten der Vergangenheit" trifft mich echt. Ich bin auch erst wieder clean, seit 3 Jahre und 6 Monate, und ich kenn das Gefühl, dass die Angst vor der Vergangenheit einem immer noch im Nacken sitzt. Vor allem wenn man jetzt eine neue Verantwortung wie ein Kind hat... das ist schon krass.
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