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Neu Beistand im schweren Moment — mit einem Tap ist jemand aus deinem Kreis in Echtzeit für dich da. Ihr atmet kurz zusammen durch. Peer-Beistand, kein Ersatz für den Notruf. Neu Der Brücken-Raum: Angehörige & Betroffene — lasst euch gute Momente da und stellt einander ehrliche Verständnis-Fragen statt Vorwürfe. Euer Fortschritt wird als Diagramm sichtbar. Aufgebaut auf systemischer Familientherapie (CRAFT).
Buddies & Freunde findenVerbinde dich mit Menschen, die verstehen — nach Rolle filterbar (Betroffene, Angehörige, beides).
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Öffentlich lesbarer Thread

Brauch ich die jetzt echt für immer

Bin jetzt seit knapp einem Monat clean, also so gut wie. Und ich frag mich echt, ob diese ganzen Medis, die ich jetzt nehme, nur so ne Übergangslösung sind, oder ob ich die jetzt halt echt für immer schlucken muss. Die Ärztin hat mir das Escitalopram verschrieben, weil ich halt total im Burnout war und irgendwie auch nicht mehr klar kam. Sie meinte, das hilft beim Runterkommen und beim Stabilisieren. Naja, und irgendwie tut’s das auch. Ich bin nicht mehr so hyperventilierend auf 180, und das mit dem Einschlafen ist auch besser geworden. Aber trotzdem... dieses Gefühl, dass ich jetzt von Pillen abhängig bin, um „normal“ zu funktionieren, ist echt unangenehm. Ich hab ja im letzten Post schon kurz angedeutet, dass mein Koks- und Alk-Konsum echt aus dem Ruder gelaufen ist, um mit dem Job klarzukommen. Jetzt, wo ich krankgeschrieben bin und die Substanzen weg sind, ist halt die Frage, ob die Depression und die Angst nur Symptome vom Entzug und dem ganzen Stress waren, oder ob da echt mehr hintersteckt. Ich hab halt nie gedacht, dass ich mal Medikamente brauche. Bin ja noch jung, hab was vor, und dann sitzt man da und denkst: Scheiße, was, wenn das jetzt mein Leben lang so ist? Fühlt sich irgendwie wie eine Niederlage an, auch wenn ich weiß, dass es Leuten mit schlimmerem geht. Hat jemand von euch Erfahrungen, wie lange ihr sowas genommen habt, bis ihr vielleicht wieder runterdosieren konntet oder ganz aufhören? Oder sind das bei euch auch Dauerbegleiter geworden? Ich find’s schwer einzuschätzen, weil ich halt noch am Anfang stehe und irgendwie auch noch nicht so richtig weiß, was Sache ist. Irgendwelche Tipps, wie man damit umgeht, ohne dass es sich wie ein permanenter Makel anfühlt? Bin echt gespannt, was ihr dazu sagt. ps: falls das wirr klingt — bin grad ziemlich müde.

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