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Wie ich mich selbst zu sehr unter Druck setze
Also, ich sitz gerade an meinem Schreibtisch und überlege mir, wie ich es schaffe, mich selbst so sehr unter Druck zu setzen. Ich mein, ich bin ja jetzt 10 Monate clean und das ist echt ein Riesenschritt für mich, aber ich hab das Gefühl, dass ich mich jetzt in der Schule erst recht verausgabe. Die Abi-Vorbereitung ist voll im Gange und ich will unbedingt gute Noten, aber ich merke, dass ich mich dabei total verliere. Ich mach überall Listen und Pläne, aber am Ende des Tages hab ich das Gefühl, dass ich gar nichts geschafft hab. Ich bin so enttauscht von mir selbst, wenn ich nicht alles schaffe, was ich mir vorgenommen hab. Um ehrlich zu sein, ich hab Angst, dass ich mich wieder in die alten Muster zurückziehe, wenn ich nicht aufpasst. Ich meine, ich war ja früher auch immer so, dass ich mich mit Alkohol und Ritzen beruhigt hab, wenn ich Stress hatte, und jetzt versuch ich, das mit Arbeit und Lernen zu ersetzen, aber ich hab das Gefuhl, dass das nicht der richtige Weg ist. Ich wünsche mir, ich könnte einfach mal aufhören, so viel von mir selbst zu verlangen und mich einfach mal entspannen, aber ich weiß nicht, wie ich das schaffe. Ich frage mich, ob ich das jemals lernen werde, oder ob ich mich mein ganzes Leben lang so verausgaben werde. Kann ich das jemals andern, oder bin ich für immer in diesem Teufelskreis gefangen?
