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Wenn der Job mich fast wieder runterzieht – Hilfe
Von sandra_drogen_beschaff27.07.2026💬 5❤️ 0
Heute war wieder so ein Typ-Montag, an dem ich eigentlich stolz sein sollte, weil ich seid etwa 6 Monaten clean bin und die Substitution haelt. Aber im Dienst heute hab ich gemerkt, wie schnell das alte Muster wieder anklopft. Wir hatten ne extra Schicht wegen Personalnot, ich hab mich sofort reingehauen, weil ich dachte, wenn ich zu viel Zeit im Bett verbringe, dann geht das alles wieder nciht mehr. Und ploetzlich war ich nach drei Stunden schon am Limit, das Herz hämmerte, die Haende zitterten – fast wie frueher, nur ohne den Drogenkick.
Ich weiss, dass ich hier in der betreuten Einrichtung eigentlich arbeiten soll, um mein Leben zu stabilisieren, aber das Gefühl, dass ich nur dann wertvoll bin, wenn ich immer weiter mach, ist immer noch da. Heute hat mir die Chefin noch einen extra Report aufgetragen, und ich dachte mir: „Muss ich das jetzt wieder ueber meine Grenzen schieben, um nicht als faul zu gelten?“ tbh, das macht mir Angst, weil ich das alte Verlangen nach dem Rausch spuere, nur dass es jetzt im Perfektionismus und im Überarbeiten kommt.
Habt ihr ähnliche Erfahrungen, wenn ihr versucht clean zu bleiben, aber der Job euch wieder in die alte Spirale zieht? Wie geht ihr damit um, wenn das Buero zur neuen Droge wird? Ich will nicht nochmal in den Abgrund rutschen, aber ich weiß nicht, wie ich mich aus dem Hamsterrad befreien kann, ohne dass ich mich schuldig fuehle. Jede Idee oder kleine Strategie wäre mega hilfreich 🙏. Danke.
5 Antworten
ines_witwe27.07.2026
Dieser Satz von dir, @sandra_drogen_beschaff, "Heute war wieder so ein Typ-Montag, an dem ich eigentlich stolz sein sollte, weil ich seid etwa 6 Monaten clean bin und die Substitution haelt" – der geht mir echt nah. Stolz sein und trotzdem am Limit? Das kenne ich irgendwie. Nur nicht im Job, bei mir war es anders. Ich hab meinen Mann letztes Jahr verloren, Fentanyl. Er war substituiert, aber als der Job wegbrach, ist alles eskaliert. Man denkt, Substitution halt alles, aber wenn die Lebenslage kippt, dann... ja, dann reißt es einen trotzdem runter. Dieses Gefühl, nur wertvoll zu sein, wenn man alles gibt, das ist so ein Teufelskreis. Bei mir hat sich das auch in so einer Art Perfektionismus im Haushalt gezeigt, kurz bevor er rückfällig wurde. Als wurde man versuchen, alles andere perfekt zu machen, um das eine, was kaputt ist, irgendwie zu kompensieren. Ich hab da leider keine gute Antwort, aber ich fühl mit dir. Dieses standige Ankampfen, das ist zermurbend.
sara_panic27.07.2026
Oh Gott, @mitglied_ee684c, der Satz mit dem "... du weißt hoffentlich was ich meine.
sandra_drogen_beschaff27.07.2026
@ines_witwe ja, das kenn ich. Dieses "stolz sein und trotzdem am Limit". Genau das. Bei mir war es nicht der Verlust, aber die Angst davor. Die Angst, das wenn ich nicht weiter renne, alles wieder zusammenbricht. Dieser Job, der jetzt eigentlich stabilisieren soll, zieht mich trotzdem runter. Hab den Report für die Chefin gestern Abend noch fertig gemacht, bis tief in die Nacht. Und heute Morgen? Gleich wieder ein Kloss im Bauch. Ka, ob das die Angst ist oder doch schon wieder das Suchtgedaechtnis, das sich nach dem naechsten "Kick" sehnt, auch wenn der jetzt halt Perfektionismus heisst. Es ist echt krass, wie das alte Muster sich neue Wege sucht.
ines_witwe27.07.2026
@sandra_drogen_beschaff ja, das kenn ich. Dieses "stolz sein und trotzdem am Limit". Genau das. Bei mir war es nicht der Verlust, aber die Angst davor. Die Angst, das wenn ich nicht weiter renne, alles wieder zusammenbricht. Dieser Job, der jetzt eigentlich stabilisieren soll, zieht mich trotzdem runter. Hab den Report für die Chefin gestern Abend noch fertig gemacht, bis tief in die Nacht. Und heute Morgen? Gleich wieder ein Kloss im Bauch. Ka, ob das die Angst ist oder doch schon wieder das Suchtgedaechtnis, das sich nach dem naechsten "Kick" sehnt, auch wenn der jetzt halt Perfektionismus heisst. Es ist echt krass, wie das alte Muster sich neue Wege sucht.
Ich hab das bei meinem Sohn gerade wieder, nur halt andersherum. Er kifft wieder und ich hab das Gefühl, ich muss alles zusammenhalten, damit nicht wieder alles im Chaos versinkt. Dieses Gefühl, nur wertvoll zu sein, wenn man alles gibt, das ist so ein Teufelskreis. Bei mir hat sich das auch in so einer Art Perfektionismus im Haushalt gezeigt, kurz bevor mein Mann rückfällig wurde. Als wurde man versuchen, alles andere perfekt zu machen, um das eine, was kaputt ist, irgendwie zu kompensieren. Ich hab da leider keine gute Antwort, aber ich fühl mit dir. Dieses standige Ankampfen, das ist zermurbend.
sandra_drogen_beschaff27.07.2026
Ich kann echt nachvollziehen, wie es ist, wenn man stolz auf seine cleanen Monate sein sollte, aber stattdessen am Limit ist. Ich hab selbst schon erlebt, wie schnell das alte Muster wieder anklopft, wenn man unter Stress steht. Ein Tag nach dem anderen, das ist mein Motto, aber es ist verdammt schwer, das durchzuhalten, wenn der Job und das Leben einen immer wieder unter Druck setzen. Ich denke, es ist wichtig, dass man sich bewusst macht, dass man nicht nur wertvoll ist, wenn man arbeitet oder perfekt ist. Ka, ich weiss, das ist leichter gesagt als getan, aber ich probier es jeden Tag aufs Neue. Ich hoffe, wir finden alle einen Weg, um aus diesem Teufelskreis rauszukommen und endlich mal durchzuatmen. Srsly, ich wuensche mir das wirklich für uns alle.
Wenn der Job mich fast wieder runterzieht – Hilfe
Von sandra_drogen_beschaff · · 5 Antworten · 0 Reaktionen
Heute war wieder so ein Typ-Montag, an dem ich eigentlich stolz sein sollte, weil ich seid etwa 6 Monaten clean bin und die Substitution haelt. Aber im Dienst heute hab ich gemerkt, wie schnell das alte Muster wieder anklopft. Wir hatten ne extra Schicht wegen Personalnot, ich hab mich sofort reingehauen, weil ich dachte, wenn ich zu viel Zeit im Bett verbringe, dann geht das alles wieder nciht mehr. Und ploetzlich war ich nach drei Stunden schon am Limit, das Herz hämmerte, die Haende zitterten – fast wie frueher, nur ohne den Drogenkick.
Ich weiss, dass ich hier in der betreuten Einrichtung eigentlich arbeiten soll, um mein Leben zu stabilisieren, aber das Gefühl, dass ich nur dann wertvoll bin, wenn ich immer weiter mach, ist immer noch da. Heute hat mir die Chefin noch einen extra Report aufgetragen, und ich dachte mir: „Muss ich das jetzt wieder ueber meine Grenzen schieben, um nicht als faul zu gelten?“ tbh, das macht mir Angst, weil ich das alte Verlangen nach dem Rausch spuere, nur dass es jetzt im Perfektionismus und im Überarbeiten kommt.
Habt ihr ähnliche Erfahrungen, wenn ihr versucht clean zu bleiben, aber der Job euch wieder in die alte Spirale zieht? Wie geht ihr damit um, wenn das Buero zur neuen Droge wird? Ich will nicht nochmal in den Abgrund rutschen, aber ich weiß nicht, wie ich mich aus dem Hamsterrad befreien kann, ohne dass ich mich schuldig fuehle. Jede Idee oder kleine Strategie wäre mega hilfreich 🙏. Danke.
5 Antworten
ines_witwe ·
Dieser Satz von dir, @sandra_drogen_beschaff, "Heute war wieder so ein Typ-Montag, an dem ich eigentlich stolz sein sollte, weil ich seid etwa 6 Monaten clean bin und die Substitution haelt" – der geht mir echt nah. Stolz sein und trotzdem am Limit? Das kenne ich irgendwie. Nur nicht im Job, bei mir war es anders. Ich hab meinen Mann letztes Jahr verloren, Fentanyl. Er war substituiert, aber als der Job wegbrach, ist alles eskaliert. Man denkt, Substitution halt alles, aber wenn die Lebenslage kippt, dann... ja, dann reißt es einen trotzdem runter. Dieses Gefühl, nur wertvoll zu sein, wenn man alles gibt, das ist so ein Teufelskreis. Bei mir hat sich das auch in so einer Art Perfektionismus im Haushalt gezeigt, kurz bevor er rückfällig wurde. Als wurde man versuchen, alles andere perfekt zu machen, um das eine, was kaputt ist, irgendwie zu kompensieren. Ich hab da leider keine gute Antwort, aber ich fühl mit dir. Dieses standige Ankampfen, das ist zermurbend.
sara_panic ·
Oh Gott, @mitglied_ee684c, der Satz mit dem "... du weißt hoffentlich was ich meine.
sandra_drogen_beschaff ·
@ines_witwe ja, das kenn ich. Dieses "stolz sein und trotzdem am Limit". Genau das. Bei mir war es nicht der Verlust, aber die Angst davor. Die Angst, das wenn ich nicht weiter renne, alles wieder zusammenbricht. Dieser Job, der jetzt eigentlich stabilisieren soll, zieht mich trotzdem runter. Hab den Report für die Chefin gestern Abend noch fertig gemacht, bis tief in die Nacht. Und heute Morgen? Gleich wieder ein Kloss im Bauch. Ka, ob das die Angst ist oder doch schon wieder das Suchtgedaechtnis, das sich nach dem naechsten "Kick" sehnt, auch wenn der jetzt halt Perfektionismus heisst. Es ist echt krass, wie das alte Muster sich neue Wege sucht.
ines_witwe ·
@sandra_drogen_beschaff ja, das kenn ich. Dieses "stolz sein und trotzdem am Limit". Genau das. Bei mir war es nicht der Verlust, aber die Angst davor. Die Angst, das wenn ich nicht weiter renne, alles wieder zusammenbricht. Dieser Job, der jetzt eigentlich stabilisieren soll, zieht mich trotzdem runter. Hab den Report für die Chefin gestern Abend noch fertig gemacht, bis tief in die Nacht. Und heute Morgen? Gleich wieder ein Kloss im Bauch. Ka, ob das die Angst ist oder doch schon wieder das Suchtgedaechtnis, das sich nach dem naechsten "Kick" sehnt, auch wenn der jetzt halt Perfektionismus heisst. Es ist echt krass, wie das alte Muster sich neue Wege sucht.
Ich hab das bei meinem Sohn gerade wieder, nur halt andersherum. Er kifft wieder und ich hab das Gefühl, ich muss alles zusammenhalten, damit nicht wieder alles im Chaos versinkt. Dieses Gefühl, nur wertvoll zu sein, wenn man alles gibt, das ist so ein Teufelskreis. Bei mir hat sich das auch in so einer Art Perfektionismus im Haushalt gezeigt, kurz bevor mein Mann rückfällig wurde. Als wurde man versuchen, alles andere perfekt zu machen, um das eine, was kaputt ist, irgendwie zu kompensieren. Ich hab da leider keine gute Antwort, aber ich fühl mit dir. Dieses standige Ankampfen, das ist zermurbend.
sandra_drogen_beschaff ·
Ich kann echt nachvollziehen, wie es ist, wenn man stolz auf seine cleanen Monate sein sollte, aber stattdessen am Limit ist. Ich hab selbst schon erlebt, wie schnell das alte Muster wieder anklopft, wenn man unter Stress steht. Ein Tag nach dem anderen, das ist mein Motto, aber es ist verdammt schwer, das durchzuhalten, wenn der Job und das Leben einen immer wieder unter Druck setzen. Ich denke, es ist wichtig, dass man sich bewusst macht, dass man nicht nur wertvoll ist, wenn man arbeitet oder perfekt ist. Ka, ich weiss, das ist leichter gesagt als getan, aber ich probier es jeden Tag aufs Neue. Ich hoffe, wir finden alle einen Weg, um aus diesem Teufelskreis rauszukommen und endlich mal durchzuatmen. Srsly, ich wuensche mir das wirklich für uns alle.