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Öffentlich lesbarer Thread

Wer kann mir sagen, ob ich als Oma zu viel Verantwortung trage

Ich sitz hier am Küchentisch, die Sonne wirft noch ein warmes Licht durch das Fenster und die beiden Enkel schnarchen leise auf dem Sofa. Meine Tochter Lisa ist wieder einmal bis spät in die Nacht weg, der Alkohol hat sie wieder fest im Griff und ich fühl mich wie ein zerbrechlicher Zweig im Sturm. Tbh, es ist echt krass, wie schnell man das Gefühl hat, dass das eigene Leben aus den Händen von jemand anderem läuft. Wie ich letztens in meinem Post über den ruhigen Abend erzählt habe, war das ein kleiner Sieg im Chaos – die Kinder haben endlich geschlafen, ich habe ein paar Minuten für mich gehabt und konnte kurz durchatmen. Doch kaum war das vorbei, kam die nächste Nachricht von Lisa: „Mami, ich brauch dich.“ Und ich bin sofort auf den Beinen, weil ich keine andere Wahl habe. Ich frage mich dann im Stillen, ob ich vielleicht zu viel von mir selbst aufgegeben habe, um die Familie zusammenzuhalten. Bin ich zu streng, zu nachgiebig, zu müde? Manchmal frage ich mich, ob ich nciht früher etwas anders hätte machen können, ob ich mehr Grenzen gesetzt hätte, bevor die Sucht so tief verwurzelt war. Und dann kommt das Bild von meinem alten Foto, wo ich mit meiner eigenen Mutter im Garten sitze, und ich merke, dass das Muster irgendwie weitergeht. Wie geht ihr mit diesem Gefühl um, dass ihr euch selbst verliert im Dienst an den Liebsten? Gibt es einen Weg, wieder ein Stückchen Frieden zu finden, ohne dass ich mich schuldig fühle, wenn ich mir eine Pause gönne? Ich brauche echt einen kleinen Funken Hoffnung, sonst verliere ich mich ganz. ❤️
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