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Wenn das Gaming zum neuen Ventil wird – wann ist es zu viel
Morgen hab ich wieder das gleiche Bild im Wohnzimmer – mein Sohn sitzt seit gut drei Stunden mit Kopfhörern vor dem Bildschirm, das Game läuft auf hoechster Stufe und die Twitch‑Chat‑Flut lässt ihn kaum atmen. Ich weiss ja, dass er nach dem letzten Vape‑Ding ein bisschen nach Alternativen sucht, und das Gaming war ja frueher ja noch nur ein Hobby. Aber seit ein paar Wochen ist das Zocken quasi seine einzige Ausrede, wenn er nicht reden will, und das wirkt sich jetzt sogar auf seine Hausaufgaben und das Aufstehen aus.
Gestern Abend hab ich versucht, mit ihm darüber zu reden, waehrend er gerade ein neues Battle‑Royale-Update ausprobierte. Ich hab gesagt, dass ich mir Sorgen mach, weil er immer weniger Zeit fuer das echte Leben hat, und dass ich nicht will, dass er sich in der virtuellen Welt verliert. Er hat nur kurz „kann ja sein“ gesagt und dann wieder in die Runde gezoomt. Und dann war da dieses eine Moment, wo ich dachte, er hoert zu, aber er war doch wieder nur im Spiel.
Ich hab jetzt überlegt, ob ich vielleicht einen festen „Gaming‑Slot“ einfuehren soll, also zum Beispiel nur nach den Hausaufgaben und maximal eine Stunde am Abend, und dann gemeinsam etwas offline machen – vielleicht ein Brettspiel oder einfach nur zusammen kochen. Aber ich will nicht, dass er das Gefuehl hat, ich würd ihn kontrollieren, weil das ja nur das Gegenstueck zu den Vape‑Momenten ist, wo ich schon zu streng war.
Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Wie habt ihr das Gleichgewicht gefunden, wenn das Spiel ploetzlich das Hauptthema im Haus ist? Ich freu mich auf eure Tipps oder einfach ein bisschen Austausch, weil ich gerade echt nicht weiterweiss. 😊
