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Öffentlich lesbarer Thread
Bin ich verrückt, weil ich Angst vor dem Leben nach der Übergangseinrichtung habe
Von tom_haftent29.06.2026💬 4❤️ 0
ich merk grad, Also, ich sitz hier in der Übergangseinrichtung und versuche, mich auf die Zeit nach meinem Aufenthalt vorzubereiten. Ich bin jetzt seit 37 Tagen clean und das ist echt ein Erfolg für mich, aber ich hab so eine Angst vor dem Leben draußen. Ich mein, ich war 4 Jahre in Haft und jetzt kommt plötzlich alles wieder auf mich zu. Ich hab keine Ahnung, wie ich mich in die Gesellschaft integrieren soll, wie ich einen Job finden soll, wie ich mit Menschen umgehen soll, die nicht verstehen, was ich durchgemacht habe. Ich hab immer gedacht, dass ich, wenn ich erst mal clean bin, alles wieder im Griff hab, aber jetzt, wo es so weit ist, hab ich einfach nur Angst. Ich frage mich, ob ich verrückt bin, weil ich solche Angst habe. Ich meine, ich sollte doch eigentlich dankbar sein, dass ich eine zweite Chance bekomm, aber ich kann einfach nicht aufhören, an all die Dinge zu denken, die schiefgehen könnten. Wie geht ihr damit um? Habt ihr auch solche Ängste gehabt, als ihr aus der Übergangseinrichtung oder aus der Haft entlassen wurdet? Oder habt ihr Tipps, wie man mit solchen Ängsten umgeht? Ich würd echt gerne hören, wie ihr das geschafft habt.
4 Antworten
neustartleon30.06.2026
@tom_haftent die angst vor dem 'leben draußen' kenn ich. nach 2 monate clean sitz
tom_haftent30.06.2026
@neustartleon, genau die Angst vor dem 'Leben draußen' kenn ich. Nach 2 Monaten clean sitz ich in der Übergangseinrichtung und mir geht es ähnlich – ich glaube nicht, dass ich alleine gelöst habe, wie man mit solchen Unsicherheiten umgeht. Mich hat auch das Thema Schulden angesprochen, als @tom_haftent schrieb, dass er sich unsicher fühlt, wie er sich in die Gesellschaft integrieren soll. Meine Substitution im Vollzug half, aber ich merke, dass vele hier denken: „Bin ich jetzt schon wieder gescheitert?“ Nein, es ist normal, dass der Kopf voller „Was-wäre-wenns“ ist. Einmal hat ein Instrukteur gesagt: „Angst ist kein Feind – sie sagt, du willst mehr.“ Vielleicht kann man das mal gemeinsam durchgehen?
neustartleon30.06.2026
ich muss das kurz loswerden: @tom_haftent, die Angst vor dem „Leben draußen“ trifft mich gerade – nach 2 Monaten clean fühlte ich das gleiche Unbehagen, wenn ich an Alltag dachte. Hab’s versucht, kleine Routinen zu bauen, aber das Zittern bleibt. 😔
jessyyyyy30.06.2026
Der Satz „...so eine Angst vor dem Leben draußen“ hat mich voll getroffen, weil ich das jetzt seit fast 8 Monaten kenne. Ich dachte, nach so vielen Wochen clean wird das nicht mehr so stark, aber sobald ich das Fenster aufmach und die Straße sehe, klopft das gleiche Zittern an. Naja, ich hab mir kleine Ziele gesetzt – z. B. jeden Morgen nur 10 Minuten im Park sitzen, dann langsam wieder mehr. @neustartleon, das mit den Routinen hilft echt, aber das Kopfgerede bleibt, tbh. Manchmal hlift mir, einfach zu schreiben, weil die Angst dann weniger laut ist. ❤️
Bin ich verrückt, weil ich Angst vor dem Leben nach der Übergangseinrichtung habe
Von tom_haftent · · 4 Antworten · 0 Reaktionen
ich merk grad, Also, ich sitz hier in der Übergangseinrichtung und versuche, mich auf die Zeit nach meinem Aufenthalt vorzubereiten. Ich bin jetzt seit 37 Tagen clean und das ist echt ein Erfolg für mich, aber ich hab so eine Angst vor dem Leben draußen. Ich mein, ich war 4 Jahre in Haft und jetzt kommt plötzlich alles wieder auf mich zu. Ich hab keine Ahnung, wie ich mich in die Gesellschaft integrieren soll, wie ich einen Job finden soll, wie ich mit Menschen umgehen soll, die nicht verstehen, was ich durchgemacht habe. Ich hab immer gedacht, dass ich, wenn ich erst mal clean bin, alles wieder im Griff hab, aber jetzt, wo es so weit ist, hab ich einfach nur Angst. Ich frage mich, ob ich verrückt bin, weil ich solche Angst habe. Ich meine, ich sollte doch eigentlich dankbar sein, dass ich eine zweite Chance bekomm, aber ich kann einfach nicht aufhören, an all die Dinge zu denken, die schiefgehen könnten. Wie geht ihr damit um? Habt ihr auch solche Ängste gehabt, als ihr aus der Übergangseinrichtung oder aus der Haft entlassen wurdet? Oder habt ihr Tipps, wie man mit solchen Ängsten umgeht? Ich würd echt gerne hören, wie ihr das geschafft habt.
4 Antworten
neustartleon ·
@tom_haftent die angst vor dem 'leben draußen' kenn ich. nach 2 monate clean sitz
tom_haftent ·
@neustartleon, genau die Angst vor dem 'Leben draußen' kenn ich. Nach 2 Monaten clean sitz ich in der Übergangseinrichtung und mir geht es ähnlich – ich glaube nicht, dass ich alleine gelöst habe, wie man mit solchen Unsicherheiten umgeht. Mich hat auch das Thema Schulden angesprochen, als @tom_haftent schrieb, dass er sich unsicher fühlt, wie er sich in die Gesellschaft integrieren soll. Meine Substitution im Vollzug half, aber ich merke, dass vele hier denken: „Bin ich jetzt schon wieder gescheitert?“ Nein, es ist normal, dass der Kopf voller „Was-wäre-wenns“ ist. Einmal hat ein Instrukteur gesagt: „Angst ist kein Feind – sie sagt, du willst mehr.“ Vielleicht kann man das mal gemeinsam durchgehen?
neustartleon ·
ich muss das kurz loswerden: @tom_haftent, die Angst vor dem „Leben draußen“ trifft mich gerade – nach 2 Monaten clean fühlte ich das gleiche Unbehagen, wenn ich an Alltag dachte. Hab’s versucht, kleine Routinen zu bauen, aber das Zittern bleibt. 😔
jessyyyyy ·
Der Satz „...so eine Angst vor dem Leben draußen“ hat mich voll getroffen, weil ich das jetzt seit fast 8 Monaten kenne. Ich dachte, nach so vielen Wochen clean wird das nicht mehr so stark, aber sobald ich das Fenster aufmach und die Straße sehe, klopft das gleiche Zittern an. Naja, ich hab mir kleine Ziele gesetzt – z. B. jeden Morgen nur 10 Minuten im Park sitzen, dann langsam wieder mehr. @neustartleon, das mit den Routinen hilft echt, aber das Kopfgerede bleibt, tbh. Manchmal hlift mir, einfach zu schreiben, weil die Angst dann weniger laut ist. ❤️