Öffentlich lesbarer Thread
Wenn die Maske bricht – wie geht ihr mit dem Druck, immer stark zu wirken
Heute Morgen, kurz nach dem Aufstehen, hab ich wieder die alte Maske aufgelegt. Ich stell mich vor den Spiegel, lächle, sag mir selbst: „Du bist die Power‑Mama, du hast alles im Griff.“ Und doch spür ich, wie das alles ein bisschen zu schwer wird, seit ich jetzt 28 Tage clean bin. Ich bin zwar stolz, dass ich das Jugendamt nicht nochmal hinter mich herziehen ließ, aber die Angst, dass ich irgendwann wieder in alte Muster falle, sitzt immer noch tief.
Letztes Wochenende hab ich beim Einkaufen fast einen Rückfall gehabt – die Kasse war voll mit kleinen weißen Päckchen, und ich hab mich fast aus Versehen wieder eingekauft. Zum Glück hab ich dann innegehalten, das Handy rausgezogen und ein paar Worte hier reingetippt, bevor ich das Zeug zurückgeben konnte. Das war so ein Moment, wo ich merkte, dass meine Fassade nicht mehr das ist, was ich glaube. Ich will nicht mehr die „starke“ Frau sein, die immer alles alleine schafft, weil das mich nur weiter in den Abgrund zieht.
Habt ihr Tipps, wie man im Alltag die eigenen Erwartungen runtersetzt, ohne sich total verloren zu fühlen? Und wie geht ihr mit dem ständigen Druck um, immer „funktionieren“ zu müssen, wenn ihr doch gerade erst wieder lernt, normal zu atmen? Ich freu mich auf eure Erfahrungen – vielleicht finden wir ja ein bisschen Gemeinschaft in diesem ganzen Chaos. 🙏
