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Dieses innere Grummeln, wenn die Nacht kommt

Moin Leute. Sitze hier grad mit 'nem Tee. Buster schnarcht schon wieder neben mir, der alte Sack. Draußen ist es dunkel, und wie jeden Abend fangt dieses komische Gefuhl wieder an. Dieses innere Grummeln, wisst ihr? So ein leichtes Zittern, nicht körperlich, mehr so im Kopf. Kaum ist der Tag rum, wird es wieder lauter. Hab das ja letztens schon mal angeschnitten, dieses Sache mit dem Ritalin. Hilft tagsüber ganz gut, muss ich sagen. Wenn ich mit Buster am Deich bin und die Möwen kreischen, dann fühlt sich das meistens echt an. Klar, manchmal denk ich drüber nach, wie es wäre, wenn die Dosis hoher war, oder wenn ich was anderes genommen hatte. Aber dann denk ich an fruher. An die Tage, wo ich nicht mal wusste, was für ein Tag ist, weil ich nur auf den nächsten Drink gewartet hab. Aber abends, wenn es ruhig wird, dann kommt es zurück. Dieses Gefühl, dass irgendwas fehlt. Nicht der Stoff selbst, nicht so direkt. Eher so die... Leichtigkeit? So ein Gefühl, dass alles geradeaus geht und nicht auf einmal die Straße aufreißt. Hat jemand von euch das auch so? Dieses Gefuhl, wenn die Lichter ausgehen, dass die alte Leier wieder im Radio spielt, nur leiser? Ich versuch dann, mich abzulenken. Hor alte Seemannslieder, oder guck irgendwelche Dokus über Schiffe. Manchmal hilft das. Manchmal auch nicht. Dann steh ich am Fenster und guck raus in die Dunkelheit. Frag mich, was das alles soll. Ist das nur ne Phase? Oder muss man damit leben? Ich bin ja jetzt seit fast 11 Monaten sauber, das ist schon was. Hab auch wieder richtig Kontakt zu meiner Tochter, und das ist Gold wert. Aber diese Abende... die sind zah. Gibt's da draußen noch mehr, die das kennen? Und wenn ja, wie kommt ihr druber weg? Bin für jeden Tipp dankbar. Schonen Abend noch, egal wo ihr grad seit.

12 Antworten

sarah_03 04.08.2026
Das ist echt krass, was du da schreibst, @mitglied_3e8d66. Dieses innere Grummeln, wenn die Nacht kommt, das kenne ich auch. Ich hab auch manchmal diese Angst, dass sich alles zusammenbraut, wenn es draußen dunkel wird. Dann steh ich auch am Fenster und guck raus in die Dunkelheit, so wie du. Ich frage mich dann, ob ich jemals wirklich clean bleiben kann. Ich meine, ich bin jetzt ein paar Monate ohne Stoff, aber diese Abende sind echt hart. Ich probier dann, mich abzulenken, mit Meditation oder so, aber manchmal hilft das nicht. Ich hoffe, ich kann das auch überwinden, inshallah. Ich bin echt gespannt, wie du das machst, @mitglied_3e8d66, vielleicht kann ich da was lernen. ps: falls das wirr klingt — bin grad ziemlich müde.
nicole_tag14 04.08.2026
Dieses Stehen am Fenster und in die Dunkelheit gucken, das kenne ich leider auch so gut. Bei mir ist es nicht nur die Dunkelheit draussen, sondern eher die Leere, die da reinkommt, wenn der Tag vorbei ist. Dieses Gefühl, dass irgendwas fehlt, wie du sagst. Hatte das auch in den ersten Wochen nach der Entgiftung, echt schlimm. Ich hab dann versucht, mich mit Musik abzulenken, oder hab halt mit meiner Schwester telefoniert, auch wenn's nur Smalltalk war. Manchmal hilft es, einfach nur zu wissen, dass man nicht ganz allein mit diesen Gedanken ist. Aber ja, diese Abende sind zäh.
sara_panic 04.08.2026
@nicht_alleine genau dieses Fenster... kenn ich. Steh da auch manchmal nachts, rauch nicht mal. und guck nur in die Dunkelheit. und wart dass was passiert. Oder dass gar nix passiert. Seit 11 tage clean und die abende sind das harteste. Mein freund schläft schon, ich hor nur sein atmen. Hilft manchmal, nicht allein zu sein damit. Auch wenns sich so anfuhlt.
jule_perfection 04.08.2026
Also @nicht_alleine und das mit dem Fenster... genau das kenne ich noch von früher, dieses "rein in die Dunkelheit gucken, ohne dass was kommt". War bei mir nicht nur die Leere, sondern irgendwie auch die Leise. Wenn dann kein Laerm mehr drumherum ist, nur das Atmen von anderen oder das Ticken der Zeit. 😅 nervt irgendwie, weil man dann plötzlich merkt, wie viel der Kopf sonst ablenkt. Bei mir hilft manchmal, einfach kurz wach zu bleiben, bis der erste Tag hier drüben ist. Irgendwie spuere ich dann, dass ich die Nacht überstanden hab, egal wie langweilig oder schwer sie ist. Nicht perfekt, aber besser als dieses Gefühl, als muesste ich die ganze Zeit wach bleiben und warten, dass der alte Dreh sich meldet. Falls du magst, fahr ich heute mal wieder nicht raus, sondern bleib schlafen. Vielleicht ist das ja irgendwie ein Anfang.
sarah_03 04.08.2026
Also das mit dem Fenster, das hat mich echt getroffen – „Dann steh ich am Fenster und guck raus in die Dunkelheit.“ Bei mir ist das fast jeden Abend so, wenn das Licht im WG‑Zimmer ausgeht und plötzlich nur noch das Rauschen der Straße zu hören ist. Ich sitz dann da, atme tief ein und merke, wie die Leere ein bisschen größer wirkt, weil keine Ablenkung mehr da ist. @nicole_tag14 hast du ja schon gesagt, dass das Telefonieren hilft, und das hat bei mir manchmal geklappt, aber meistens bleibt das Gefühl trotzdem. Ich habe versucht, das Ritual ein bisschen zu ändern: ein paar Minuten leise Musik, dann ein kurzer Atem‑Flow, step by step, und dann erst das Fenster schließen. Am ende des tages merke ich, dass die Nacht nicht automatisch das alte Grumm... du weißt hoffentlich was ich meine.
jule_perfection 04.08.2026
Bei mir war das auch – diese Stille, in der man ploetzlich nur noch die Uhr tickt und ein Teil von dir denkt: „Kann das sein, dass nichts passiert?“ Letzte Woche habe ich ausprobiert, ein Licht auf niedrig zu lassen. Nicht zu hell, nur genug, um die Handynummer zu sehen, wenn ich kurz schaue. Hilft das Grundgefuehl nicht weg, aber es stabilisiert irgendwie. Wie @sarah_03, bleibe ich jetzt am Fenster, aber dreh ich mich langsam im Kreis, bis ich merke, dass die Dunkelheit nicht mehr so schwer ist. Falls ihr neidisch seid: Nein, nicht perfekt. Aber manchmal reicht das.
nicole_tag14 04.08.2026
Das mit dem Fesnter und der Dunkelheit, das kenne ich auch, irgendwie. Wenn ich abends allein bin, stehe ich manchmal am Fenster und guck raus in die Nacht, und dann kommt dieses Gefuehl von Leere und Unsicherheit. Ich hab auch versucht, mich abzulenken, mit Musik oder so, aber manchmal hilft das nicht. Ich denke, ich muss einfach lernen, mit dieser Stille umzugehen, um ehrlich zu sein. Am Ende des Tages ist es wichtig, dass ich mich nicht von diesen Gefühlen unterkriegen lasse.
gast_meier 04.08.2026
@nicole_tag14 genau das mit der Leere kenne ich auch, das ist echt hart. Wenn man frueher 10 Stunden am Tag nur gezockt hat, war im Kopf eigentlich nie Ruhe, weil immer irgendein Match oder ein Teamfight lief. Jetzt, wo ich seid etwa 2 Monaten clean bin, ist es abends oft einfach nur still und man starrt wie @mitglied einfach nur raus in die Dunkelheit. Dieses "gucken, was da passiert" oder einfach nur das Nichts fuehlen, das macht mich manchmal echt fertig. Bei mir hilft es nur, wenn ich mich körperlich auslasten kann, aber das ist halt nicht immer möglich. Es ist echt ein krasser Prozess, mit dieser Stille klarzukommen.
nicole_tag14 04.08.2026
@nicht_alleine genau das mit dem Fenster und der Dunkelheit kenn ich auch, echt. Vor allem abends, wenn die Welt um mich herum zum Stillstand kommt und keine Ablenkung mehr da ist. Dann hab ich das gleiche Gefühl, dass irgendwas fehlt, nicht der Stoff, sondern diese Leichtigkeit, die du da beschreibst. Bei mir hilft manchmal, einfach einen Tee zu machen und zu spüren, dass ich die Nacht noch schaffe, auch wenn es zäh ist. Du bist mit deiner Tochter wiedervereintert, das ist schon was Wertvolles 💪
nicht_alleine 04.08.2026
Dann steh ich am Fenster und guck raus in die Dunkelheit – genau das, was @mitglied_3e8d66 gerade beschreibt. Ich hab das öfter erlebt, wenn die Lichter aus sind und ich ahnt, dass die Leere kommt. Ich hab fruh erst damit abgehängt, dann hab ich im Winter mit Buster einen Spaziergang gemacht, die frische Luft wirkt manchmal besser wie Musik. Ein kurzer Sketch im Kopf, das nix ist, dann schon lauft der Rage ein wenig. Ich hab auch mein Tagebuch benutzt – ein paar Zeilen, was mir heute an den Kopf gekrabbelt hat, und das hat die Dunkelheit ein bisschen an der Kante gekürzt. Und wenn der Wind im Deich rauschelt, fühlt sich alles ein wenig greifbarer an.
nicole_tag14 04.08.2026
@sarah_03 genau das mit dem Fenster und der Dunkelheit kenn ich nur zu gut. Ich steh dann auch da, seit 71 Tagen, seh die Stadtlichter weg, hoer nur das eigene Atmen. Letztes Wochenende hab ich mit Buster einen kurrzen Spaziergang am Deich gemacht, das frische Luft hat das Grummeln fuer einen Moment gestoppt. Manchmal hilft nur das, sich nicht von der Leere gefressen lassen. Hast du schon mal probiert, einfach das Fenster zu schließen und tief durchzuatmen, bevor du weiter guckst? ❤️
sarah_03 04.08.2026
Manchmal, wenn die Lichter ausgehen und die Wohnung nur noch das Schließen der Tür und das leise Zischgeräusch der Haustechnik im Hintergrund rauschen, dann steh ich selbst wie @nicht_alleine am Fenster und gucke raus in die Dunkelheit. In diesem Moment scheint die Welt stillzustehen und die Leere da oben hat plötzlich mehr Gewicht. Ich hab versucht, wie @nicole_tag14 gesagt hat, einen kurzen Spaziergang zu machen, aber das läuft nicht immer. Stattdessen setze ich mir ein kleines Licht an der Tür und atme. Dann schweben mir kleine Gedanken wie ein Blatt im Wind; das hält die... kenn ich leider zu gut.
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