Öffentlich lesbarer Thread
Hab gestern echt nen krassen Rückfall gehabt, aber
Ich bin jetzt seid ungefähr einem Monat clean und dachte, das ist ein guter Zeitpunkt, mich mal hier vorzustellen. Ich bin 25, lebe in München, arbeite als Consultant-Trainee – also der übliche Stress-Mikro-Marathon, wo Koks fast schon zum "Performance-Boost" geworden ist, und dann halt Alkohol, um wieder runterzukommen. Seitdem ich hier auf NeelixberliN bin, hab ich schon ein paar Sachen von euch gelesen, die mir echt geholfen haben, das alles mal aus ner anderen Perspektive zu sehen.
Gestern war aber echt die Hölle. Ich war bei nem alten Kumpel eingeladen, so ne kleine Runde, nichts Wildes. Aber dann kam halt das Thema auf, und einer hatte nen Gramm dabei. Ich hab erst abgewunken, echt. Aber dann kam diese eine Stimme in meinem Kopf, die mir erzählt hat, dass ich das doch nur einmal machen kann, um halt wieder in den Flow zu kommen, den ich brauche für die Arbeit nächste Woche. Und zack, war ich drin. Hab dann auch direkt gesoffen, um das Ganze "abzurunden".
Das Dumme ist: Ich bin danach nicht mal aufgedreht gewesen. Nur müde und scheiße drauf. Und heute Morgen dann das Erwachen. Der Kater ist echt übel, aber schlimmer ist dieses Gefühl im Bauch. Dieses "Was hab ich getan?". Ich hab mich direkt hier eingeloggt, weil ich weiß, dass ich sonst wieder in diese Spirale gerate. Aber irgendwie... bin ich auch stolz auf mich? Weil ich es direkt hier erzähle und nicht einfach so weitermache? Ich weiß es nicht. Ist das normal, dass man nach so nem Ausrutscher trotzdem irgendwie was Gutes draus ziehen kann? Oder bin ich gerade nur naiv? Habt ihr das auch schon mal erlebt? Dieses Gefühl, nen Schritt zurück und trotzdem irgendwie... weiter?
