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Schlaflos nach dem Abschied – Wie findet man zurück zu sich selbst
Ich lieg heute Morgen mit halb geschlossenen Augen am Küchentisch, die Kaffeemaschine macht ihr leises Rauschen und ich fühl mich immer noch wie nach einem Dauerlauf, nur ohne das Gefühl, irgendwohin zu kommen. Vor vier Jahren hab ich mich von meinem Partner getrennt, der vier Jahre lang Kokain und dann LSD abgerutscht ist. Seitdem ist mein Alltag ein ständiger Balanceakt zwischen „ich muss stark für die Kids sein“ und „ich brauch einfach mal nen Moment für mich“.
Gestern hab ich versucht, früher ins Bett zu gehen, weil ich dachte, ein fester Rhythmus könnte helfen. Aber mein Kopf hat wieder die ganze Geschichte abgespult: die Lügen, die nächtlichen Anrufe, das Gefühl, ständig auf der Hut zu sein. Ich hab dann versucht, ein bisschen Yoga zu machen, aber nach fünf Minuten war ich wieder total unruhig und hab mich nur noch mehr gefragt, ob ich überhaupt noch was von mir selbst weiß. Manchmal fühle ich mich einfach nur
Ich habe neulich gelesen, dass regelmäßige Spaziergänge am Abend helfen sollen, den Kopf zu leeren. Also bin ich heute nach der Arbeit noch ein Stück um den See gelaufen, das Wetter war kalt und ich hab das Wasser fast berührt. Und dann kam das Gefühl, dass ich wenigstens für einen kurzen Moment wieder atmen konnte, ohne dass die alten Stimmen im Kopf laut wurden.
Hat jemand von euch ähnliche Phasen durchgemacht, wo der Schlaf einfach nicht kommen will, weil das Herz noch zu laut trommelt? Welche kleinen Dinge haben euch geholfen, wieder ein bisschen Ruhe zu finden, ohne gleich große Lebensveränderungen zu planen? Ich bin echt dankbar für jeden Tipp, der mir zeigt, dass ich nicht komplett auf dem Holzweg bin. 🙏
