Öffentlich lesbarer Thread
Wie ich das Frühstücks‑Ritual nach 10 Monaten Clean‑Life wiederfinde
Also, heute war wieder so ein Morgen, an dem ich fast wieder das alte Schema durchziehe – erst auf die Toilette, dann den Dealer anrufen, weil ich das „Bauchgefühl“ habe, dass der Tag sonst nicht laeuft. Aber dann hat mich die Kaffeemaschine im Flur mit ihrem kratzigen Pieps geweckt, und ich stand da, halb im Schlafanzug, halb im „Ich‑will‑endlich‑etwas‑normales‑machen“-Modus.
Ich hab mir dann gedacht, warum nicht das ganze Fruehstuecks‑Ding wieder einbauen? Sag ich mal, das war eigentlich meine Idee vor dem ersten Entzug, das ich dann aber nie ganz umgesetzt hab, weil das Leben immer wieder dazwischengekommen ist. Und jetzt, nach fast 10 Monaten clean, will ich das Ritual nicht nur ausprobieren, sondern fest verankern. Ich hab mir ein paar Haferflocken, ein bisschen Banane und einen Loeffel Erdnussbutter geholt, und dann… der Wecker klingelt, und ich...
Der Rest war dann doch nicht so schwer, weil ich mir vorher noch ein paar Yoga‑Übungen reingezappt hab, um die Muskeln zu wecken. Und das hat irgendwie geholfen, dass ich nicht sofort wieder in das alte „ich‑muss‑schnell‑etwas‑tun‑oder‑ich‑falle‑ab“-Denken rutsche.
Jetzt sitze ich hier mit meinem Kaffee und dem ersten Bissen Haferbrei und frage mich: Hat jemand von euch ein einfaches Fruehstücks‑Ritual, das man leicht in den Alltag einbauen kann, ohne dass man gleich wieder an die alten Gewohnheiten denkt? Was ist bei euch das „kleine Ding“, das euch morgens aus dem Kopf‑Wolkental holt und euch ein bisschen Stabilitaet gibt? 😊
