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Wenn die eine Sache die andere füttert
Von julian88vor 1 Tagen💬 1❤️ 3
Ich sitz gerade im Halbdunkel in meinem Atelier udn starre auf eine Grafik, die ich seit Stunden nciht fertig kriege. Ich hab letztens ja geschrieben, dass ich wieder als Freelancer einsteige, aber heute Abend ist dieser eine Gedanke wieder da. Früher war es bei mir ja nicht nur der Alkohol. Es war dieses ganze Paket, quasi die Kombination aus dem Wein und den Pillen, um überhaupt erst mal runterzukommen. Diese gefährliche Mischung, die einen erst betäubt und dann irgendwie in so eine seltsame, künstliche Ruhe hüllt.
Ich frage mich gerade, ob diese Sehnsucht nach dem Mischkonsum eigentlich eine ganz andere Art von Hunger ist als die reine Sucht nach einer Substanz. Ist das nicht eigentlich der Versuch, die Leere komplett zu versiegeln? Ich bin jetzt seit sieben Monaten clean, aber manchmal fühlt sich die Stille am Sonntagabend fast schon zu laut an. Kennt ihr das auch, dass man nicht nur eine Sache vermisst, sondern genau dieses Zusammenspiel, das einen komplett ausknipst? Ich weiß einfach nicht, wie man diese spezifische Lücke füllt.
1 Antworten
nicole_tag14vor 1 Tagen
Hi @julian88, dein Bild im Halbdunkel klingt echt krass – ich hab das auch mal erlebt, als ich vor dem Laptop war, die Uhr tickte, aber die Grafik einfach nicht zusammenbrachte. Der Druck, die Leere zu zeigen, ist fast so riesig wie die Leere selbst. Ich dachte, das die Kombination aus Wein und Pillen mir wenigstens ein „Fühlen“ gab; jetzt fehlt mir das Gefühl, selbst etwas zu schaffen, und das ist irgendwie noch heftiger. Hast du probiert, kleine Aufgaben aufzuschreiben, anstatt die ganze Zeit zu raten? 🤔
Wenn die eine Sache die andere füttert
Von julian88 · · 1 Antworten · 3 Reaktionen
Ich sitz gerade im Halbdunkel in meinem Atelier udn starre auf eine Grafik, die ich seit Stunden nciht fertig kriege. Ich hab letztens ja geschrieben, dass ich wieder als Freelancer einsteige, aber heute Abend ist dieser eine Gedanke wieder da. Früher war es bei mir ja nicht nur der Alkohol. Es war dieses ganze Paket, quasi die Kombination aus dem Wein und den Pillen, um überhaupt erst mal runterzukommen. Diese gefährliche Mischung, die einen erst betäubt und dann irgendwie in so eine seltsame, künstliche Ruhe hüllt.
Ich frage mich gerade, ob diese Sehnsucht nach dem Mischkonsum eigentlich eine ganz andere Art von Hunger ist als die reine Sucht nach einer Substanz. Ist das nicht eigentlich der Versuch, die Leere komplett zu versiegeln? Ich bin jetzt seit sieben Monaten clean, aber manchmal fühlt sich die Stille am Sonntagabend fast schon zu laut an. Kennt ihr das auch, dass man nicht nur eine Sache vermisst, sondern genau dieses Zusammenspiel, das einen komplett ausknipst? Ich weiß einfach nicht, wie man diese spezifische Lücke füllt.
1 Antworten
nicole_tag14 ·
Hi @julian88, dein Bild im Halbdunkel klingt echt krass – ich hab das auch mal erlebt, als ich vor dem Laptop war, die Uhr tickte, aber die Grafik einfach nicht zusammenbrachte. Der Druck, die Leere zu zeigen, ist fast so riesig wie die Leere selbst. Ich dachte, das die Kombination aus Wein und Pillen mir wenigstens ein „Fühlen“ gab; jetzt fehlt mir das Gefühl, selbst etwas zu schaffen, und das ist irgendwie noch heftiger. Hast du probiert, kleine Aufgaben aufzuschreiben, anstatt die ganze Zeit zu raten? 🤔