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Öffentlich lesbarer Thread
Warum ich heute trotz Clean noch plötzlich die Mauer im Kopf sehen will
Von ohnenamenvor 16 Min.💬 0❤️ 0
Also, ich sitze gerade in der Cafeteria und kram mit meinem Sakko, weil gestern Abend plötzlich dieser alte, zittrige Kram in mir hochgekommen ist. Ich hab schon 376 Tage clean – ein Jahr genau. Und trotzdem kommt da dieses Gefühl, als wäre ich immer noch in der Bar, nur dass die Barkeute nun nur noch die leere Dose meiner eigenen Gedanken ist. Hast du das je erlebt?
Ich hab immer gedacht, dass Clean sein bedeutet, dass die tristen Erinnerungen wegfallen. Aber das war 'ne Annahme, die ich erst gerade revidieren muss. In der letzten Woche war scheinbar mein Trigger ein völlig harmloses Geräusch – das Gurren einer Waschmaschine. Als ob das etwas mit dem Ex zu tun hat? Nein, aber die Waschmaschine, die mein Fleckchen aus der Vergangenheit wäscht, erinnert mich an die Zeit, als ich mit dem Heroinsüchtigen zusammen war. Und zwar nicht an die Substanz, sondern an die Abgeschiedenheit. Ich hab uns immer als 'Ungeheuer aus dem Alltag' gesehen, weil wir uns in einer eigenen Welt verloren.
Ich frage mich: Wenn ich jetzt erst mal loslassen will, warum kommt das 'Rückkehr-Feeling'? Vielleicht weil mein Gehirn die Traumata noch nicht vollständig abgespeichert hat. Oder weil ich immer noch versuche, die Bindung zu zerschneiden, statt zu akzeptieren, dass sie nur Teil meiner Geschichte ist. Es ist, als würde ich versuchen, einen alten Raum zu renovieren, ohne die Mauern zu kennen.
Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Wie geht ihr damit um, wenn die Mauer plötzlich wieder erscheint? Welche kleinen Rituale haben euch geholfen, damit die Dränge nicht mehr die Klarheit stören? Ich würde gern eure Meinungen hören, weil ich das Gefühl hab, dass das alles in der Psychologie als "Bindungstrauma" endlich mal ein bisschen handhabbar gemacht werden kann, ohne dass ich damit surfen muss. Grüße!
Warum ich heute trotz Clean noch plötzlich die Mauer im Kopf sehen will
Von ohnenamen · · 0 Antworten · 0 Reaktionen
Also, ich sitze gerade in der Cafeteria und kram mit meinem Sakko, weil gestern Abend plötzlich dieser alte, zittrige Kram in mir hochgekommen ist. Ich hab schon 376 Tage clean – ein Jahr genau. Und trotzdem kommt da dieses Gefühl, als wäre ich immer noch in der Bar, nur dass die Barkeute nun nur noch die leere Dose meiner eigenen Gedanken ist. Hast du das je erlebt?
Ich hab immer gedacht, dass Clean sein bedeutet, dass die tristen Erinnerungen wegfallen. Aber das war 'ne Annahme, die ich erst gerade revidieren muss. In der letzten Woche war scheinbar mein Trigger ein völlig harmloses Geräusch – das Gurren einer Waschmaschine. Als ob das etwas mit dem Ex zu tun hat? Nein, aber die Waschmaschine, die mein Fleckchen aus der Vergangenheit wäscht, erinnert mich an die Zeit, als ich mit dem Heroinsüchtigen zusammen war. Und zwar nicht an die Substanz, sondern an die Abgeschiedenheit. Ich hab uns immer als 'Ungeheuer aus dem Alltag' gesehen, weil wir uns in einer eigenen Welt verloren.
Ich frage mich: Wenn ich jetzt erst mal loslassen will, warum kommt das 'Rückkehr-Feeling'? Vielleicht weil mein Gehirn die Traumata noch nicht vollständig abgespeichert hat. Oder weil ich immer noch versuche, die Bindung zu zerschneiden, statt zu akzeptieren, dass sie nur Teil meiner Geschichte ist. Es ist, als würde ich versuchen, einen alten Raum zu renovieren, ohne die Mauern zu kennen.
Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Wie geht ihr damit um, wenn die Mauer plötzlich wieder erscheint? Welche kleinen Rituale haben euch geholfen, damit die Dränge nicht mehr die Klarheit stören? Ich würde gern eure Meinungen hören, weil ich das Gefühl hab, dass das alles in der Psychologie als "Bindungstrauma" endlich mal ein bisschen handhabbar gemacht werden kann, ohne dass ich damit surfen muss. Grüße!