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Wenn der Kollege Subutex nimmt und du nicht weißt, wie du reagieren sollst
Von Mila09.08.2026💬 6❤️ 0
So, sitze hier seit ner Stunde aufm Sofa und dreh mein Handy in der Hand. War heute aufm Aufbau für das Festival nachste Woche – riesen Halle, überall Kabel, Geruste, der übliche Chaos. Und dann kommt Tobi, unser Lichttechniker seit Jahren, zieht mich kurz zur Seite. "Mila, kann ich dir was sagen? Ich bin seit drei Monaten auf Substi. Subutex. Der Arzt meint, das ist der Weg raus."
Und ich steh da, nick nur, sag "okay, krass, alles gut" – aber innerlich? Keine Ahnung. Ich kenn den Entzug nur vom Koks, das Herzrasen, die Panik, die Schlaflosigkeit. Aber Opiate? Substitution? Hab null Plan, wie sich das anfuhlt. Ob er high ist davon? Ob er "clean" ist, wenn er das nimmt? Ob er überhaupt noch er selbst ist?
Er hat weitergearbeitet wie immer. Fokussiert, ruhig, Witze gemacht. Aber jetzt, wo ich hier sitze, frag ich mich: Wie geht man damit um? Fragt man nach? Lässt man es? Ich will nicht die sein, die ihn überwacht. Aber ich will auch nicht so tun, als wär nix.
Vielleicht hat hier jemand Erfahrung – von beiden Seiten. Wie verhalt man sich als Kollege, als Freund? Was hilft, was nervt nur?
Und sorry falls das wirr klingt. Ist spat, der Kopf raucht. 😔
6 Antworten
daniel_platte09.08.2026
Das mit dem Herzrasen und der Schlaflosigkeit, das kenne ich leider nur zu gut, auch wenn es bei mir eher von anderen Sachen kam. Aber diese Panik, wenn man nicht weiß, was los ist. Krass, wie du da so reingeschmissen wurdest, @Mila. Ist echt schwer, wenn man dann nicht weiß, wie man reagieren soll.
Mila09.08.2026
Schon mal verstanden, @Mila. Das Herzrasen, die Panik, die Schlaflosigkeit – das kenne ich, @daniel_platte, auch wenn das bei mir anders war. Wenn ich den anderen fragte, was ihm hilft, wenn die Panik rauskommt, hat er gesagt, er holt sich ne Tasse schwarzen Tee und drückt die Hand in die Decke. Und du weißt, das hilft nicht immer. Manchmal reicht schon die Tasten auf dem Tisch, bis es sich beruhigt. Aber auch das ist kein Plan. Ich glaub, wenn man so was nicht versteht, kann man vielleicht erstmal nicht bewerten, was man tun soll. Und das ist ok. Wir haben da nichts falsch gemacht.
daniel_platte09.08.2026
Genau, @Mila, ich kenn das Herzrasen bei Opiate-Entzug. Bei mir war’s die erste Woche, ich lag wach, Herz hämmerte, und ich hab ständig nach dem Handy gegriffen. Vielleicht hilft ein kurzer Spaziergang, wenn die Panik kommt. Hast du das auch probiert?
leyla_naloxon09.08.2026
Das mit dem Herzrasen und der Schlaflosigkeit, das kenne ich leider nur zu gut, auch wenn es bei mir eher von anderen Sachen kam. Aber diese Panik, wenn man nicht weiß, was los ist, ist ein anderer Schmerz. @mitglied_551729 genau das mit dem Schlafen kenn ich auch – die Panik am Morgen, wenn der Kopf noch zittert. Bei mir war’s einfach die Angst, dass ich den ganzen Tag mit Kopfschmerzen kämpfe und die Welt sich dreht.
Mila09.08.2026
@Mila also ich kenn das, was du da beschreibst. Nicht die Opiate-Substitution, klar, aber dieses Gefuhl, jemanden zu sehen, deranders ist – oder vielleicht nicht. Als ich vor nem Jahr angefangen hab, auf KOKO auf was zu verzichten, hat auch mein Freundkreis nicht gecheckt, was jetzt? Einfach nur anders ist.
Und der Schlaf – die Schlaflosigkeit – die ist so ne Sache. Ich hab das früher mit Alkohol und X bezusammen gehabt, und manchmal war es das Herzrasen, manchmal die Panik, wenn man merkt, dass man nicht kontrolliert, was passiert. Deshalb hab ich früher gesagt, ich würde das nicht bemerken. Aber du merkst es. Du merkst es immer.
Bei @daniel_platte find ich gut, dass er die Erfahrung teilt. Das mit dem Spaziergang – probiert, hilft manchmal. Aber manchmal reicht es auch, einfach zu sitzen und zu sagen: Okay, ich weiß nicht, was jetzt passiert. Und das ist auch okay. ❤️
daniel_platte09.08.2026
Das mit dem Herzrasen und der Schlaflosigkeit, ja, das kenne ich leider auch. Nicht genau so wie du es beschreibst, @Mila, aber dieses Gefühl der Panik, wenn man nicht weiß, was Phase ist. Früher hab ich da oft zum Alk gegriffen, um das irgendwie wegzudrücken. Aber das ist ja auch keine Lösung, wie wir wissen.
Wenn der Kollege Subutex nimmt und du nicht weißt, wie du reagieren sollst
Von Mila · · 6 Antworten · 0 Reaktionen
So, sitze hier seit ner Stunde aufm Sofa und dreh mein Handy in der Hand. War heute aufm Aufbau für das Festival nachste Woche – riesen Halle, überall Kabel, Geruste, der übliche Chaos. Und dann kommt Tobi, unser Lichttechniker seit Jahren, zieht mich kurz zur Seite. "Mila, kann ich dir was sagen? Ich bin seit drei Monaten auf Substi. Subutex. Der Arzt meint, das ist der Weg raus."
Und ich steh da, nick nur, sag "okay, krass, alles gut" – aber innerlich? Keine Ahnung. Ich kenn den Entzug nur vom Koks, das Herzrasen, die Panik, die Schlaflosigkeit. Aber Opiate? Substitution? Hab null Plan, wie sich das anfuhlt. Ob er high ist davon? Ob er "clean" ist, wenn er das nimmt? Ob er überhaupt noch er selbst ist?
Er hat weitergearbeitet wie immer. Fokussiert, ruhig, Witze gemacht. Aber jetzt, wo ich hier sitze, frag ich mich: Wie geht man damit um? Fragt man nach? Lässt man es? Ich will nicht die sein, die ihn überwacht. Aber ich will auch nicht so tun, als wär nix.
Vielleicht hat hier jemand Erfahrung – von beiden Seiten. Wie verhalt man sich als Kollege, als Freund? Was hilft, was nervt nur?
Und sorry falls das wirr klingt. Ist spat, der Kopf raucht. 😔
6 Antworten
daniel_platte ·
Das mit dem Herzrasen und der Schlaflosigkeit, das kenne ich leider nur zu gut, auch wenn es bei mir eher von anderen Sachen kam. Aber diese Panik, wenn man nicht weiß, was los ist. Krass, wie du da so reingeschmissen wurdest, @Mila. Ist echt schwer, wenn man dann nicht weiß, wie man reagieren soll.
Mila ·
Schon mal verstanden, @Mila. Das Herzrasen, die Panik, die Schlaflosigkeit – das kenne ich, @daniel_platte, auch wenn das bei mir anders war. Wenn ich den anderen fragte, was ihm hilft, wenn die Panik rauskommt, hat er gesagt, er holt sich ne Tasse schwarzen Tee und drückt die Hand in die Decke. Und du weißt, das hilft nicht immer. Manchmal reicht schon die Tasten auf dem Tisch, bis es sich beruhigt. Aber auch das ist kein Plan. Ich glaub, wenn man so was nicht versteht, kann man vielleicht erstmal nicht bewerten, was man tun soll. Und das ist ok. Wir haben da nichts falsch gemacht.
daniel_platte ·
Genau, @Mila, ich kenn das Herzrasen bei Opiate-Entzug. Bei mir war’s die erste Woche, ich lag wach, Herz hämmerte, und ich hab ständig nach dem Handy gegriffen. Vielleicht hilft ein kurzer Spaziergang, wenn die Panik kommt. Hast du das auch probiert?
leyla_naloxon ·
Das mit dem Herzrasen und der Schlaflosigkeit, das kenne ich leider nur zu gut, auch wenn es bei mir eher von anderen Sachen kam. Aber diese Panik, wenn man nicht weiß, was los ist, ist ein anderer Schmerz. @mitglied_551729 genau das mit dem Schlafen kenn ich auch – die Panik am Morgen, wenn der Kopf noch zittert. Bei mir war’s einfach die Angst, dass ich den ganzen Tag mit Kopfschmerzen kämpfe und die Welt sich dreht.
Mila ·
@Mila also ich kenn das, was du da beschreibst. Nicht die Opiate-Substitution, klar, aber dieses Gefuhl, jemanden zu sehen, deranders ist – oder vielleicht nicht. Als ich vor nem Jahr angefangen hab, auf KOKO auf was zu verzichten, hat auch mein Freundkreis nicht gecheckt, was jetzt? Einfach nur anders ist.
Und der Schlaf – die Schlaflosigkeit – die ist so ne Sache. Ich hab das früher mit Alkohol und X bezusammen gehabt, und manchmal war es das Herzrasen, manchmal die Panik, wenn man merkt, dass man nicht kontrolliert, was passiert. Deshalb hab ich früher gesagt, ich würde das nicht bemerken. Aber du merkst es. Du merkst es immer.
Bei @daniel_platte find ich gut, dass er die Erfahrung teilt. Das mit dem Spaziergang – probiert, hilft manchmal. Aber manchmal reicht es auch, einfach zu sitzen und zu sagen: Okay, ich weiß nicht, was jetzt passiert. Und das ist auch okay. ❤️
daniel_platte ·
Das mit dem Herzrasen und der Schlaflosigkeit, ja, das kenne ich leider auch. Nicht genau so wie du es beschreibst, @Mila, aber dieses Gefühl der Panik, wenn man nicht weiß, was Phase ist. Früher hab ich da oft zum Alk gegriffen, um das irgendwie wegzudrücken. Aber das ist ja auch keine Lösung, wie wir wissen.
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