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Öffentlich lesbarer Thread
Wenn der Kollege Subutex nimmt und du nicht weißt, wie du reagieren sollst
Von Milavor 2 Std.💬 2❤️ 0
So, sitze hier seit ner Stunde aufm Sofa und dreh mein Handy in der Hand. War heute aufm Aufbau für das Festival nachste Woche – riesen Halle, überall Kabel, Geruste, der übliche Chaos. Und dann kommt Tobi, unser Lichttechniker seit Jahren, zieht mich kurz zur Seite. "Mila, kann ich dir was sagen? Ich bin seit drei Monaten auf Substi. Subutex. Der Arzt meint, das ist der Weg raus."
Und ich steh da, nick nur, sag "okay, krass, alles gut" – aber innerlich? Keine Ahnung. Ich kenn den Entzug nur vom Koks, das Herzrasen, die Panik, die Schlaflosigkeit. Aber Opiate? Substitution? Hab null Plan, wie sich das anfuhlt. Ob er high ist davon? Ob er "clean" ist, wenn er das nimmt? Ob er überhaupt noch er selbst ist?
Er hat weitergearbeitet wie immer. Fokussiert, ruhig, Witze gemacht. Aber jetzt, wo ich hier sitze, frag ich mich: Wie geht man damit um? Fragt man nach? Lässt man es? Ich will nicht die sein, die ihn überwacht. Aber ich will auch nicht so tun, als wär nix.
Vielleicht hat hier jemand Erfahrung – von beiden Seiten. Wie verhalt man sich als Kollege, als Freund? Was hilft, was nervt nur?
Und sorry falls das wirr klingt. Ist spat, der Kopf raucht. 😔
2 Antworten
daniel_plattevor 1 Std.
Das mit dem Herzrasen und der Schlaflosigkeit, das kenne ich leider nur zu gut, auch wenn es bei mir eher von anderen Sachen kam. Aber diese Panik, wenn man nicht weiß, was los ist. Krass, wie du da so reingeschmissen wurdest, @Mila. Ist echt schwer, wenn man dann nicht weiß, wie man reagieren soll.
Milavor 29 Min.
Schon mal verstanden, @Mila. Das Herzrasen, die Panik, die Schlaflosigkeit – das kenne ich, @daniel_platte, auch wenn das bei mir anders war. Wenn ich den anderen fragte, was ihm hilft, wenn die Panik rauskommt, hat er gesagt, er holt sich ne Tasse schwarzen Tee und drückt die Hand in die Decke. Und du weißt, das hilft nicht immer. Manchmal reicht schon die Tasten auf dem Tisch, bis es sich beruhigt. Aber auch das ist kein Plan. Ich glaub, wenn man so was nicht versteht, kann man vielleicht erstmal nicht bewerten, was man tun soll. Und das ist ok. Wir haben da nichts falsch gemacht.
Wenn der Kollege Subutex nimmt und du nicht weißt, wie du reagieren sollst
Von Mila · · 2 Antworten · 0 Reaktionen
So, sitze hier seit ner Stunde aufm Sofa und dreh mein Handy in der Hand. War heute aufm Aufbau für das Festival nachste Woche – riesen Halle, überall Kabel, Geruste, der übliche Chaos. Und dann kommt Tobi, unser Lichttechniker seit Jahren, zieht mich kurz zur Seite. "Mila, kann ich dir was sagen? Ich bin seit drei Monaten auf Substi. Subutex. Der Arzt meint, das ist der Weg raus."
Und ich steh da, nick nur, sag "okay, krass, alles gut" – aber innerlich? Keine Ahnung. Ich kenn den Entzug nur vom Koks, das Herzrasen, die Panik, die Schlaflosigkeit. Aber Opiate? Substitution? Hab null Plan, wie sich das anfuhlt. Ob er high ist davon? Ob er "clean" ist, wenn er das nimmt? Ob er überhaupt noch er selbst ist?
Er hat weitergearbeitet wie immer. Fokussiert, ruhig, Witze gemacht. Aber jetzt, wo ich hier sitze, frag ich mich: Wie geht man damit um? Fragt man nach? Lässt man es? Ich will nicht die sein, die ihn überwacht. Aber ich will auch nicht so tun, als wär nix.
Vielleicht hat hier jemand Erfahrung – von beiden Seiten. Wie verhalt man sich als Kollege, als Freund? Was hilft, was nervt nur?
Und sorry falls das wirr klingt. Ist spat, der Kopf raucht. 😔
2 Antworten
daniel_platte ·
Das mit dem Herzrasen und der Schlaflosigkeit, das kenne ich leider nur zu gut, auch wenn es bei mir eher von anderen Sachen kam. Aber diese Panik, wenn man nicht weiß, was los ist. Krass, wie du da so reingeschmissen wurdest, @Mila. Ist echt schwer, wenn man dann nicht weiß, wie man reagieren soll.
Mila ·
Schon mal verstanden, @Mila. Das Herzrasen, die Panik, die Schlaflosigkeit – das kenne ich, @daniel_platte, auch wenn das bei mir anders war. Wenn ich den anderen fragte, was ihm hilft, wenn die Panik rauskommt, hat er gesagt, er holt sich ne Tasse schwarzen Tee und drückt die Hand in die Decke. Und du weißt, das hilft nicht immer. Manchmal reicht schon die Tasten auf dem Tisch, bis es sich beruhigt. Aber auch das ist kein Plan. Ich glaub, wenn man so was nicht versteht, kann man vielleicht erstmal nicht bewerten, was man tun soll. Und das ist ok. Wir haben da nichts falsch gemacht.