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Öffentlich lesbarer Thread

Wie geht ihr mit dem ersten "Raus‑Gefühl" nach der Substitution um...

Ich lieg hier in der Übergangseinrichtung, das Licht ist schon halb gedimmt und draußen fängt das Geräusch vom Regen an, das irgendwie das ganze Haus durchdringt. Heute ist Montag, ich hab den Tag gerade erst angefangen und mein Kopf… naja, er ist voll mit diesem komischen Mix aus Freiheit und Kontroll‑Check. Seit ungefähr einem Monat bin ich clean – das fühlt sich an wie ein kleiner Sieg, aber gleichzeitig spürt man immer wieder das Ziehen, das zum einen von der Substitution, zum anderen von der Erinnerung an die alten Routinen kommt. Gestern war ich zum ersten Mal nach drei Wochen wieder im Hof, die Tür war offen und das Raus‑Gefühl war da – diese leichte Aufregung, wenn man das erste Mal die frische Luft nach langer Haft spürt. Ich hab versucht, einfach tief durchzuatmen, aber dann kam sofort das Bild vom Aufseher, der meine Tabletten kontrolliert, und ich hab mich fast wieder zurückgezogen. Was mache ich, wenn dieses „Raus‑Feeling“ plötzlich zu stark wird? Einige von euch schreiben ja immer, dass Ablenkung hilft, aber ich merk, dass das manchmal nur ein kurzer Stop‑Gap ist. Bei mir hilft momentan das Schreiben hier im Forum ein bisschen, weil ich das Gefühl hab, nicht komplett allein zu sein. Auch das Aufschreiben von kleinen Routinen, die ich nach dem Verlassen der Einrichtung einhalten will, gibt mir irgendwie Halt. Habt ihr konkrete Tipps, wie ihr das Raus‑Gefühl in den Griff bekommt, ohne gleich in alte Muster abzurutschen? Und was macht ihr, wenn das Verlangen nach einem „normalen“ Tag plötzlich zu stark wird, obwohl ihr ja gerade in der Substitution seid? Bin gespannt auf eure Erfahrungen. 🙏
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