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Angst vor dem nächsten Rückfall – wenn das Kopfkino wieder losgeht
Ich lieg hier in meinem Zimmer in der betreuten Einrichtung, die Lichter sind schon gedimmt und draussen hoert man das leise Rauschen vom Regen, das sonst irgendwie beruhigt. Aber heute spukt das alte Kopfkino wieder rum, das Bild von den Naechten am Steindamm, das Fluestern von Kumpels, die nach dem naechsten Hit fragen. Ich bin jetzt fast sechs Monate clean – das fühlt sich wie ein kleiner Sieg an, aber gleichzeitig drueckt das Gefuehl von Panik plötzlich stärker als sonst.
Gestern hab ich versucht, meine Gedanken mit dem neuen Game abzuschalten, doch jedes Mal, wenn ich das Geräusch von einem Zigarettenanzuender höre, springt das alte Verlangen zurück. Ich frag mich, ob das mit meiner HIV‑Diagnose zusammenhaengt, weil ich immer wieder diese Angst spüre, dass mein Koerper mich im Stich laesst und ich dann wieder zur Substanz greife, um das zu betaeuben.
Manchmal fuehle ich mich einfach nur…
Ich hab versucht, das mit meiner Therapeutin zu besprechen, aber sie meint, das sei normal bei Dualdiagnosen, und dass ich mich weiter auf meine Substitution und die kleinen Routinen konzentrieren soll. Ich weiß, dass ich nicht allein bin, aber ich habe das Gefuehl, dass ich gerade an einer Schwelle stehe, wo ein falscher Impuls alles umwerfen koennte.
Wie geht ihr mit diesen plötzlich auftretenden, fast körperlichen Angstschueben um? Gibt’s kleine Tricks, die wirklich helfen, wenn das Kopfkino wieder voll durchdreht? Ich koennte gerade jede Idee gebrauchen, die nicht gleich nach einer großen Veränderung klingt, sondern eher etwas, das ich sofort ausprobieren kann. Danke, wenn ihr eure Erfahrungen teilt. 😊
