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Öffentlich lesbarer Thread

Wie gehe ich mit dem Schuldgefühl nach Papas nächtlichem Anruf um

Heute Morgen war wieder so ein Morgen, wo Papa um 6:30 Uhr anruft, weil er im Dunkeln das Licht im Bad nicht findet und dann plötzlich sagt, er braucht ein Bier, weil er sich schwach fühlt. Ich hab ihm erst mal gesagt, er soll erstmal Wasser trinken und dann... ich fühl mich danach immer irgendwie leer. Ich weiß nicht, ob ich das nächste Mal wieder sofort helfen soll, weil ich das Gefühl hab, ihn damit zu bestärken, oder ob ich lieber Abstand halte und ihm die Verantwortung überlasse. Hab das ja schon in meinem letzten Post zum Thema Grenzen erwähnt, aber das Schuldgefühl sitzt trotzdem fest. Wie schafft ihr es, nach so einem Anruf nicht im Kreislauf von Rettung und Selbstvorwurf zu landen? Ich bin echt gespannt auf eure Gedanken 😊.

1 Antworten

tom_haftent vor 2 Tagen
Dieses Gefuhl der Leere danach, ja, das kenn ich leider auch. Wenn der Anruf kommt und du dann versuchst, die Situation zu regeln, aber am Ende denkst du dir: Was hab ich da jetzt eigentlich bewirkt? Bei mir war das oft so, wenn ich jemanden aus der Patsche helfen wollte und dann gemerkt hab, dass es doch nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist. Ich mein, das ist halt schwer, wenn man die Person mag und trotzdem sieht, dass sie immer wieder in die gleiche Scheiße reinrutscht. Du willst helfen, aber gleichzeitig weißt du tief drinnen, dass es so nicht besser wird. Hab mir da echt lange den Kopf zerbrochen.
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