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Öffentlich lesbarer Thread

Wenn das Abendritual plötzlich zum Rückfall‑Trigger wird...

Heute war wieder so ein Tag, wo ich das Gefühl hatte, ich halte das Haus irgendwie zusammen, obwohl ich innerlich am zerreißen bin. Wir haben nach der Arbeit endlich ein bisschen Zeit zusammen – ich mit meiner Schicht, er mit seinem „trocken“‑Programm, die Kids mit Hausaufgaben und dem immer lauter Mampf‑Geräusch aus der Kuche. Und plötzlich kommt das altbekannte Geräusch: das Klirren vom Weinglas, wenn er nach dem Abendessen noch kurz in die Kuche geht, um das Geschirr abzuspulen. Ich weiß, er trinkt seit drei Jahren nichts mehr, aber das Klirren lässt mich sofort an die alten Abende denken, wo das Glas immer schneller wieder gefüllt war. Ich hab gelernt, dass ich nicht jedes Gerausch gleich mit Angst verknupfen darf, aber heute hat’s mich fast aus der Bahn geworfen. Ich hab dann einfach die Kinder ins Bad gezogen, das Badlicht angelacht und ihnen ein kleines Spiel vorgespielt, damit ich kurz durchatmen kann. So ein kurzer Moment, wo ich mich selbst retten kann, bevor die Gedanken wieder hochschießen. Manchmal frage ich mich, ob ich das alles noch… Und dann kam das Telefon: meine Schwägerin, die gerade selbst mit einem Ruckfall kämpft, wollte wissen, wie ich mit diesen kleinen Auslosern umgehe. Ich habe ihr gesagt, dass ich mir jetzt ein neues „Ritual“ angeeignet habe – nach dem Klirren sofort den Mixer anmachen und einen Smoothie für die Kinder machen. Das hält mich beschaftigt, das Gerausch wird zu etwas Positivem. Habt ihr so kleine „Switches“ im Alltag, die euch aus dem Gedankenkreisel reißen, wenn ein alter Trigger plötzlich auftaucht? Wie schafft ihr es, das Geräusch, das euch früher fast umgehauen hat, in etwas Neues zu verwandeln? ❤️
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