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Warum ich Angst vor Freundschaften habe, seit ich clean bin
Ich sitz gerade in meinem Zimmer und denke daruber nach, wie sich mein Leben in den letzten 10 Monaten verandert hat. Ich meine, ich bin clean, und das ist echt krass, aber es gibt auch so viele Dinge, die ich immer noch nicht verstehe. Ich hab mich vor ein paar Tagen mit einer alten Freundin getroffen, und es war irgendwie... komisch. Sie hat mich gefragt, ob ich noch trinke, und als ich nein gesagt hab, hat sie irgendwie so... erleichtert ausgesehen. Und dann hab wir über unsere alten Zeiten gesprochen, und ich hab mich plotzlich total unwohl gefühlt. Ich hab das Gefühl, dass sie mich nicht mehr versteht, dass sie mich nur aus Mitleid trifft. Und das ist echt schlimm, weil ich mich dann wieder so allein fühle. Ich hab dann auch an all die anderen Freundschaften gedacht, die ich in den letzten Jahren hatte, und wie sie alle irgendwie mit Alkohol und Ritzen zu tun hatten. Und jetzt, wo ich clean bin, hab ich das Gefühl, dass ich keine Freundschaften mehr hab, die nicht von Sucht gepragt sind. Ich meine, ich weiß, dass ich noch einiges zu lernen hab, aber es ist so schwer, wenn man nicht weiß, wie man Freundschaften aufbaut, ohne dass es um Alkohol oder Drogen geht. Ich frage mich, ob ich die einzige bin, die so fühlt, oder ob es anderen auch so geht. Ka, ich hoffe, ich finds raus, wie man das macht, sonst werd ich echt verrückt. Ich brauch einfach nur ein bisschen... Verständnis, glaub ich. Und vielleicht kann mir jemand helfen, das zu finden.
