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Öffentlich lesbarer Thread

Wann hört das Aufschieben auf

Ich sitze gerade hier und frage mich, wann ich endlich aufhöre, alles aufzuschieben. Mein Mann ist wieder in der Therapie und ich hab mich so gefreut, dass es diesmal vielleicht wirklich besser wird. Aber ich merke, dass ich wieder in meine alten Muster verfalle. Ich schiebe alles auf, was mit seiner Sucht zu tun hat, und konzentriere mich lieber auf die Kinder und den Alltag. Aber ich weiß, dass das nicht mehr lange gut geht. Ich muss mich irgendwann mit all den ungelösten Problemen auseinandersetzen. Ich erinnere mich noch daran, wie ich letztens geschrieben habe, dass ich mich gefragt hab, warum ich eigentlich immer noch aufstehe, obwohl mein Herz schwer ist. Und jetzt ist wieder so ein Montag, an dem ich mich frage, ob ich wirklich noch die Kraft hab, all das durchzuhalten. Die Kinder fragen mich ständig, wo Papa ist und warum er immer wieder away ist. Ich hab keine Ahnung, wie ich ihnen erklären soll, dass Papa krank ist und dass er Hilfe braucht. Ich weiß, dass ich nicht alleine bin, aber es fühlt sich manchmal so an. Ich bin so müde und ich weiß nicht mehr, wie ich all das aushalten soll. Ich hab mich gefragt, ob ich vielleicht selbst Hilfe brauche, um all das zu bewältigen. Aber ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. Ich hab gehört, dass es Gruppen für Angehörige von Suchtkranken gibt, aber ich weiß nicht, ob das etwas für mich ist. Ich frage mich, ob jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht hat und mir vielleicht Tipps geben kann, wie ich all das durchstehe. Ich brauche einfach jemanden, der mir zuhört und der mir sagt, dass ich nicht alleine bin.
🆘 Hilfe