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Öffentlich lesbarer Thread

Kiffen und Identität - kann man das wirklich trennen

ich muss das kurz loswerden: Also, ich sitz hier gerade in meinem kleinen Café in Neukoelln und denke ueber meine Erfahrungen mit Kiffen nach. Ich bin seit 1 Jahr und 2 Monaten clean, aber ich hab immer noch dieses Gefühl, dass mein Leben in zwei Teilen besteht - dem Leben, das meine Familie sieht, und dem Leben, das ich wirklich führe. Meine Mama denkt, ich sei die Brave, die nie etwas Illegales tut, aber in Wirklichkeit war ich jahrelang suechtig nach Kiffen. Ich frage mich jetzt, ob ich jemals in der Lage sein werde, diese beiden Teile meines Lebens zu vereinen. Ich meine, kann man wirklich seine Vergangenheit und seine Identitaet trennen? Ich hab gehoert, dass viele Menschen, die clean werden, auch ihre Identitaet neu definieren muessen, aber ich bin mir nicht sicher, ob das bei mir auch so funktioniert. Ich meine, ich bin immer noch die gleiche Person, die ich vor 1 Jahr und 2 Monaten war, aber ich hab jetzt einfach nur keine Sucht mehr. Aber ist das wirklich genug? Kann ich mich wirklich von meiner Vergangenheit befreien, oder wird sie mich immer noch beeinflussen? Ich weiss nicht, vielleicht hab ich einfach nur Angst vor der Zukunft, aber ich wuerde gerne hören, wie andere Leute damit umgehen, ihre Identitaet und ihre Vergangenheit zu trennen. Wallah, ich hoffe, ich finds irgendwann heraus, ich muss halt einfach weiter an mir arbeiten, denn ich will endlich frei sein von all diesen Zwaengen und Erwartungen.

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