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Substitutions‑Stigma in der Gruppe – wer hört mir zu

Ich sitz gerade nach meiner Spätschicht mit nem leeren Glas auf dem Balkon und denke drüber nach, wie oft ich in den Selbsthilfe‑Runden das Gefühl hab, dass man mich trotzdem irgendwie „nicht ganz sauber“ nennt. Ich bin jetzt seit genau 417 Tagen auf Methadon, der Alltag läuft, die Arbeit im sozialen Bereich gibt mir Struktur, aber jedes Mal, wenn jemand sagt „Wir wollen ja nur das Beste für dich“, wünsch ich mir, dass sie auch verstehen, dass Substitution ein Teil der Behandlung ist und kein Zeichen von Versagen. Naja, wie kann ich das Thema ansprechen, ohne dass es sofort als Ausrede abgetan wird? Habt ihr Tipps, wie man im Raum das Stigma entkräften kann, ohne gleich alle zu verärgern? Ich will einfach nur, dass meine Geschichte gehört wird und nicht immer wieder in die Schublade „still dependent“ gesteckt wird. tbh wäre ein gutes Wort für das, was mich gerade beschäftigt. Danke für eure Meinungen.
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