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Öffentlich lesbarer Thread

Warum hilft mein Elternhaus, wenn die Jugend gerade den Dampfdruck spürt

Ich sitze gerade im Wohnzimmer und der Fernseher spielt im Hintergrund eine alte Fußballbilanz. Meine 17-jährige Schwester Lukas isst einen Sandwich, während sie ihre Vape anstupst. Ich hab sie in den letzten zwei Wochen schon dreimal gesagt, dass das nicht gut ist, aber sie reagiert nur mit „tja, das macht mich wach“. Ich hab das immer als „normales Teenager‑Verhalten“ abgetan – bis ihr Cousin Andreas, der seit Monaten wieder in die Vapes greift, bei uns ankommt. Vor ein paar Tagen habe ich ihr ein kleines Paket mit Kaffee, Wasser und ein Notizbuch reingesteckt, weil ich dachte, das könnte ihr helfen, fokussierter zu bleiben. Stattdessen hat sie mir gezwungen, das Paket zu öffnen und laut verkündet, dass sie „wirklich nicht muss, was dir gefällt“. Ich hab das falsch interpretiert und wollte ihr nur zeigen, wie man Wege findet, sich um den Kopf zu kümmern. Jetzt frage ich mich, ob die „Elternhaus‑Strategie“, die mir mein Vater beigebracht hat – die Idee, dass man mit einem ruhigen, aber festen Ton mit der Gruppe spricht – überhaupt noch funktioniert. Er hat immer gesagt, man muss Grenzen setzen, aber dann kommt die Opferrolle in die Hintertür und die Kids zwingen sich zum „auf Scheiße setzen“. Klar, sie brauchen klare Grenzen, aber ich hab das Gefühl, sie fühlen sich im Elternhaus sich immer mehr hingezogen, weil es die einzige sichere Zone ist, die sie kennen. Hat jemand ähnliche Erfahrung? Wie schafft ihr es, die Balance zwischen dem Schutz des Kindes und dem Abgrenzen der Eltern vor der Sucht zu halten? Ich hab das Gefühl, ich rolle ständig in die Funktion des „runden Gegenwarts‑Manager“. Wie wird das dann von den Kids wahrgenommen? Wir brauchen einen Plan, der nicht nur „nicht zu viel unternimm“ ist, sondern etwas, das auch wirklich hilft.
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