Öffentlich lesbarer Thread
Dieses ewige Kopfkino wegen Essen
Hey Leute,
sitze hier gerade und hab mal wieder dieses ewige Kopfkino, diesmal geht's ums Essen. Also, bin jetzt seit 19 Tagen clean, was an sich ja erstmal mega ist, glaub ich. Aber naja, die Gedanken sind halt echt hartnäckig. Seit ich nicht mehr diese Tinder-Dates hatte, wo man halt irgendwie immer was getrunken hat und dann eh nur noch an den nächsten Drink dachte, ist das mit dem Essen nochmal so ein Ding geworden.
Ich merk halt, das ich diese Leerstellen füllen will, irgendwie. Früher war's der Alkohol, dann die Frauen, jetzt ist es halt... Essen. Nicht so krass wie Binge-Eating oder so, aber so dieses zwanghafte Naschen, wenn ich allein bin. Oder halt ewig überlegen, was ich jetzt essen soll und dann doch wieder zur gleichen Scheiße greife, weil es halt einfach ist.
Hab letztens im Supermarkt gestanden und vor den Chips-Tüten rumgedruckt wie ein Schulkind vor der Mathearbeit. Echt peinlich. Man weiß doch, was gut tut und was nicht, aber dann ist da diese Stimme im Kopf, die sagt: "Ach komm, nur eine Tüte, ist doch nicht so schlimm. Du hast doch eh gerade erst angefangen, nüchtern zu sein." Dieses "step by step" ist manchmal echt anstrengend.
Kennt ihr das auch, dass sich die alten Muster einfach woanders hinverlagern? Ich hab ja echt das Gefühl, dass ich das Gefühl gebraucht zu werden suche und nicht den Stoff. Aber wie kriege ich das hin, ohne mich halt einfach vollzustopfen oder ständig neue Leute kennenzulernen, nur damit sie mich sehen? Hab das Gefühl, ich bin da grad echt im Kreis. Habt ihr da irgendwelche Tipps, wie ihr damit umgeht, wenn sich die Sucht einfach woanders reinfrisst?
LG kopfkino... sorry, bin grad voll im kopfchaos.
