Öffentlich lesbarer Thread
Wenn die Samstag‑Nacht ruft und ich clean bleiben will – wie geht ihr mit dem Druck
Also ich sitz jetzt im Wohnzimmer, die Musik vom Nachbarclub dringt durch die Wände und ich hör das Lachen von ein paar Freunden, die sich gerade im Keller treffen. Einer von denen hat gerade ein kleines Tütchen rausgehauen und ruft „Kokain, wer will?“ – und plötzlich fühl ich dieses alte Ziehen im Magen, das ich seit über einem Jahr nicht mehr gespürt hab. Genau 371 Tage clean, und trotzdem ist da diese Stimme im Kopf, die sagt: „Vielleicht nur ein bisschen, dann ist das ja nicht mehr so schlimm.“
Ich bin gerade dabei, mein Studium in IT‑Security zu finishen, und die meisten Abende sind jetzt eher mit Skripten und Kaffee gefüllt. Aber heute ist Samstag, und das ist für viele der Tag, an dem man sich aus der Isolation rauswagt – und oft gleichzeitig die Versuchung am stärksten ist. Ich hab das Gefühl, dass das ganze „Abend‑Ritual“ mit Koks und Crack für mich jetzt fast wie ein Fremdwort klingt, aber trotzdem ist da dieser soziale Druck, nicht ausgeschlossen zu werden.
Habt ihr Tipps, wie man im Moment, wenn alle um einen rum feiern, trotzdem standhaft bleibt? Wie schafft ihr es, das Gespräch zu lenken, wenn ihr nicht mitmachen wollt, ohne dass es peinlich wird? Und was macht ihr, wenn ihr nach dem Event das Nachhause‑Gefühl hat, das euch an die alte Sucht erinnert? Ich versuch gerade, meine eigenen Grenzen klar zu definieren, aber manchmal fühlt sich das wie ein schmaler Grat an. 😊
Ich bin neugierig, wie ihr das handhabt, wenn der Club ruft, aber ihr clean bleiben wollt. Danke.
