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Öffentlich lesbarer Thread

Mein Vater sitzt im Flur – wie geh' ich mit seiner stillen Erwartung um

Also, ich sitz jetzt seit 25 Tagen clean in der Übergangseinrichtung und die Tage hier sind irgendwie ein Mix aus normaler Routine und dem ständigen Gefühl, ständig beobachtet zu werden. Mein Vater kommt fast täglich vorbei, meistens nur kurz, dann steht er am Flur, schaut mich an, als ob er irgendwas erwartet, das er nicht aussprechen kann. Ich weiß, er will mir zeigen, dass er da ist, aber irgendwie macht das das Ganze nur schwerer. Gestern hat er mir eine Tasse Kaffee gebracht, hat sich dann leise gesetzt und nur den Blick auf die Tür gerichtet, während ich meine Tabletten genommen hab. Ich habe versucht, ein Gespräch anzufangen, aber er hat nur ein „Wie läuft's?“ gesagt, und dann wieder abgebrochen. Ich fühl mich dann immer wieder zwischen dem Drang, ihm zu zeigen, dass ich das durchhalte, und dem Wunsch, einfach nur meine Ruhe zu haben, hin- und hergerissen. Wie geht ihr damit um, wenn eure Eltern oder Geschwister euch ständig im Blick behalten, obwohl ihr gerade erst den ersten Schritt geschafft habt? Gibt es Wege, das Gespräch zu öffnen, ohne dass es gleich wieder in Vorwürfe abdriftet? Oder soll ich einfach lernen, das stille Unterstützen zu akzeptieren, auch wenn es mich manchmal erstickt? Ich hab das Gefühl, ich muss mich nicht nur gegen die alten Muster in mir selbst wehren, sondern jetzt auch gegen die Erwartungen von außen. Bin echt gespannt, was ihr dazu sagt. Danke.
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