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Öffentlich lesbarer Thread
Wie ich das Gym als Fluchtort nutze – und warum es manchmal nicht reicht
Von niewiedervor 1 Std.💬 1❤️ 0
Ich sitz gerade nach dem Training im Umkleideraum, der Schweiß rinnt, und merk wieder, wie schnell das Gefühl von Kontrolle zurückkommt. Heute war das erste Mal seit Wochen, dass ich ohne das ständige Hinterher‑Denken meiner Mutter trainieren konnte. Sie hat wieder einen Schluck zuviel genommen, und ich hab das Telefon gleich ignoriert, weil ich mich nicht noch mehr belasten wollte.
Wie ich letztens erzählt habe, bin ich eigentlich 21, Ausbildung zur MFA, und hab fast mein ganzes Leben im Haushalt und bei den kleinen Geschwistern verbracht. Der Gedanke, im Gym zu sein, gibt mir zumindest einen Raum, wo ich nicht ständig die Schuld im Nacken spür. Aber irgendwie fühlt sich das nach kurzer Zeit wieder leer an, wenn ich nach Hause gehe und das Geräusch der Flasche hör, die sie wieder aufgemacht hat.
Habt ihr das auch? Ich meine, ich will nicht, dass das Training nur ein weiteres Ventil wird, das irgendwann auch versagt. Was macht ihr, wenn der Stress von zu Hause nach dem Workout zurückkommt und ihr das Gefühl habt, ihr könnt euch nicht mehr auf die Fortschritte konzentrieren? Ich probier gerade, meine Routine mit kleinen Pausen zu bauen, aber manchmal fehlt mir die Energie, überhaupt noch aufzustehen.
Und dann... tbh, ich frage mich, ob ich irgendwann einfach akzeptieren muss, dass ich nicht alles retten kann, und mir selbst mehr Erlaubnis gebe, auch mal schwach zu sein? 🙏
1 Antworten
muedermaxvor 52 Min.
Das mit dem leereren Gefühl nach dem Training kenn ich auch, allerdings aus einem anderen Kontext. Wenn ich nach Hause komme und den Alkoholgeruch wahrnehme, oder wenn ich einfach mal wieder an den Koks denke, weil mich etwas daran erinnert, dann fühlt es sich auch leer an. Ich hab mir das so erklärt, dass ich einfach noch nicht genug Zeit hatte, um neue Gewohnheiten zu entwickeln, die mich davon ablenken. Das mit dem Geräusch der Flasche, das ist echt krass, ich kann mir vorstellen, wie belastend das sein muss. Ich probier auch, mich mit anderen Dingen abzulenken, aber manchmal hilft das einfach nicht. Ich glaub, es ist wichtig, sich selbst zu erlauben, schwach zu sein, aber ich finds auch schwer, das umzusetzen.
Wie ich das Gym als Fluchtort nutze – und warum es manchmal nicht reicht
Von niewieder · · 1 Antworten · 0 Reaktionen
Ich sitz gerade nach dem Training im Umkleideraum, der Schweiß rinnt, und merk wieder, wie schnell das Gefühl von Kontrolle zurückkommt. Heute war das erste Mal seit Wochen, dass ich ohne das ständige Hinterher‑Denken meiner Mutter trainieren konnte. Sie hat wieder einen Schluck zuviel genommen, und ich hab das Telefon gleich ignoriert, weil ich mich nicht noch mehr belasten wollte.
Wie ich letztens erzählt habe, bin ich eigentlich 21, Ausbildung zur MFA, und hab fast mein ganzes Leben im Haushalt und bei den kleinen Geschwistern verbracht. Der Gedanke, im Gym zu sein, gibt mir zumindest einen Raum, wo ich nicht ständig die Schuld im Nacken spür. Aber irgendwie fühlt sich das nach kurzer Zeit wieder leer an, wenn ich nach Hause gehe und das Geräusch der Flasche hör, die sie wieder aufgemacht hat.
Habt ihr das auch? Ich meine, ich will nicht, dass das Training nur ein weiteres Ventil wird, das irgendwann auch versagt. Was macht ihr, wenn der Stress von zu Hause nach dem Workout zurückkommt und ihr das Gefühl habt, ihr könnt euch nicht mehr auf die Fortschritte konzentrieren? Ich probier gerade, meine Routine mit kleinen Pausen zu bauen, aber manchmal fehlt mir die Energie, überhaupt noch aufzustehen.
Und dann... tbh, ich frage mich, ob ich irgendwann einfach akzeptieren muss, dass ich nicht alles retten kann, und mir selbst mehr Erlaubnis gebe, auch mal schwach zu sein? 🙏
1 Antworten
muedermax ·
Das mit dem leereren Gefühl nach dem Training kenn ich auch, allerdings aus einem anderen Kontext. Wenn ich nach Hause komme und den Alkoholgeruch wahrnehme, oder wenn ich einfach mal wieder an den Koks denke, weil mich etwas daran erinnert, dann fühlt es sich auch leer an. Ich hab mir das so erklärt, dass ich einfach noch nicht genug Zeit hatte, um neue Gewohnheiten zu entwickeln, die mich davon ablenken. Das mit dem Geräusch der Flasche, das ist echt krass, ich kann mir vorstellen, wie belastend das sein muss. Ich probier auch, mich mit anderen Dingen abzulenken, aber manchmal hilft das einfach nicht. Ich glaub, es ist wichtig, sich selbst zu erlauben, schwach zu sein, aber ich finds auch schwer, das umzusetzen.