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Wenn du unsicher bist, ob es akut ist, behandle es lieber als akut und hole echte Hilfe.
Fünf kurze Fragen zu deinen letzten zwei Wochen. Der schnellste Weg, ehrlich hinzuschauen, wie es dir geht.
Wenn du gerade an Suizid denkst oder in akuter Gefahr bist: nicht warten — 112 oder TelefonSeelsorge 0800 111 0 111 (kostenfrei, rund um die Uhr).
Der WHO-5 ist ein kurzer Fragebogen zum Wohlbefinden, entstanden im Umfeld der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Er fragt nicht nach Problemen, sondern nach guten Momenten: Warst du gut gelaunt, ruhig, aktiv, ausgeschlafen und interessiert an deinem Alltag?
Gerade deshalb fällt er vielen leicht. Er wird in Praxen und Studien genutzt, um zu sehen, ob sich ein genauerer Blick auf die Stimmung lohnt.
Jede Antwort zählt 0 bis 5 Punkte. Die Summe (0 bis 25) wird mal 4 genommen, so entsteht ein Wert von 0 bis 100. Hier gilt: höher ist besser.
| Punkte | Einordnung |
|---|---|
| 0–28 | Möglicher Hinweis auf Depression |
| 29–50 | Reduziertes Wohlbefinden |
| 51–70 | Mittleres Wohlbefinden |
| 71–100 | Gutes Wohlbefinden |
WHO-5: Höhere Werte sind besser. Werte unter 28 (Roh-Score < 7) sind ein Hinweis auf eine mögliche depressive Episode — sprich mit Hausarzt oder Beratungsstelle.
Ein Selbsttest ersetzt keine Diagnose. Er zeigt dir, ob es sich lohnt, genauer hinzuschauen, und mit wem du darüber sprechen kannst. Auch ein unauffälliges Ergebnis heißt nicht, dass du dir keine Hilfe holen darfst, wenn es dir nicht gut geht.
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Antwortmöglichkeiten: Zu keiner Zeit · Ab und zu · Etwas weniger als die Hälfte der Zeit · Etwas mehr als die Hälfte der Zeit · Meistens · Die ganze Zeit
Ein Wert von 50 oder weniger zeigt ein verringertes Wohlbefinden. Bei 28 oder weniger kann eine Depression dahinterstecken. Das ist keine Diagnose, aber ein guter Grund, mit deiner Hausarztpraxis, einer Psychotherapie oder einer Beratung zu sprechen. Genauer schaut der Depressions-Test (PHQ-9) hin.
Der Test bezieht sich auf die letzten zwei Wochen. Ein neuer Durchlauf etwa alle zwei Wochen ist sinnvoll. Im Verlauf auf deinem Gerät siehst du, wie sich dein Wert verändert.
Wer sich lange schlecht fühlt, greift eher zu Alkohol oder Drogen, um Gefühle zu dämpfen. Umgekehrt drückt Konsum oft auf die Stimmung. Wenn dein Wert niedrig ist, lohnt sich deshalb auch ein ehrlicher Blick auf deinen Konsum.
Herkunft: WHO Regional Office Europe 1998 / Topp et al. 2015 · WHO-5 © Psychiatric Research Unit / WHO Regional Office for Europe. Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 IGO; sprachlich in Du-Form angepasst (gleiche Lizenz).
Deine Ergebnisse von hier kannst du übernehmen. Dazu kommen weitere Checks und der Hintergrund-Kompass, der zeigt, was hinter dem Konsum stecken kann.
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